Wissen & Technik Roboter landet auf Asteroid: Finden Forscher nun Ursprung unseres Sonnensystems?

15:10  06 oktober  2019
15:10  06 oktober  2019 Quelle:   berliner-kurier.de

Forscher sind sich sicher, dass in Zukunft ein Asteroid die Erde treffen wird — allerdings wird es kein „Dinosaurier-Killer“ sein

Forscher sind sich sicher, dass in Zukunft ein Asteroid die Erde treffen wird — allerdings wird es kein „Dinosaurier-Killer“ sein Vergangene Woche flog ein Asteroid von der Größe des Empire State Buildings (443,2 Meter hoch) 7,4 Millionen Kilometer entfernt an der Erde vorbei. Er hätte 500-mal mehr Schaden anrichten können als die Atombombe, die im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima abgeworfen wurde. Am vergangenen Montag ist ein weiterer Asteroid mit der Größe der Großen Pyramide von Gizeh vorbeigeflogen. Am 6. September wird voraussichtlich auch der Asteroid 2019 GT3 — größer als Gizeh und das Empire State Building — die Erde passieren.

Zwei kleine Roboter -Kundschafter der japanischen Raumsonde "Hayabusa2" sind 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf dem Asteroiden Ryugu gelandet . Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen unseres Sonnensystems auf die Spur kommen.

Zwei kleine Roboter -Kundschafter der japanischen Raumsonde "Hayabusa2" sind 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf dem Asteroiden Ryugu gelandet . Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen unseres Sonnensystems auf die Spur kommen. (dpa).

Unendliche Weiten: Die Raumsonde Hayabusa ist auf einem Asteroiden gelandet. Unser Archivbild stammt aus dem Jahr 2012. © picture alliance / dpa Unendliche Weiten: Die Raumsonde Hayabusa ist auf einem Asteroiden gelandet. Unser Archivbild stammt aus dem Jahr 2012.

Mission in der Schwerelosigkeit: Die japanische Raumsonde „Hayabusa 2“ hat einen Erkundungsroboter über dem Asteroiden Ryugu ausgesetzt. Der kleine Kundschafter „Minerva-II-2“ soll Daten zur Dichte des Asteroiden sammeln.

Hayabusa 2 gab Roboter über Asteroiden frei

Die Sonde gab ihn nun in einer Entfernung von einem Kilometer über dem Asteroiden frei, wie die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa bekanntgab. Das trommelförmige Gerät sollte anschließend in fünf Tagen insgesamt acht Mal um den Äquator des 250 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden kreisen und dann auf der Oberfläche aufsetzen.

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Sie sind die Vorhut eines deutschen Landers: Zwei japanische Roboter sind auf einem Asteroiden gelandet und sollen erste Aufnahmen machen. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen unseres Sonnensystems auf die Spur kommen.

Objekte des Sonnensystems (Auswahl). Schematische Darstellung des Sonnensystems bis zum Kuipergürtel, mit der Sonne, den acht Planeten, den Zwergplaneten und den wichtigsten Asteroiden und Monden.

Es ist die offiziell letzte Mission von „Hayabusa 2“. Im November und Dezember 2019 soll die Sonde den Asteroiden verlassen und Ende nächsten Jahres zur Erde zurückkehren, wie Jaxa mitteilte. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen. Ein ziemlich spannendes Unterfangen! Denn dieses Rätsel ist bis heute nicht gelöst.

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Der unter anderem von der japanischen Universität Tohoku entwickelte Kundschafter ist der dritte und letzte Roboter, den die Sonde ins All brachte. Die ersten beiden waren im September 2019 als Vorhut des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelten Landers „Mascot“ auf dem Asteroiden gelandet und hatten Aufnahmen von dessen Oberfläche gemacht.

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Japanische Raumsonde landet auf Asteroid . Hayabusa 2: Sonde erneut erfolgreich auf dem Die japanische Raumsonde Hayabusa 2 hat zum zweiten Mal erfolgreich auf Asteroiden Ryugu Sie erlauben uns einen Blick zurück in die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems vor mehr als vier

Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen unseres Sonnensystems auf die Spur kommen. Nach fast vier Jahren Reise. Sie sollen zusammen Stereo-Aufnahmen von der Oberfläche des Asteroiden machen, hieß es. Die Roboter kommunizieren mit "Hayabusa2" über ein OME-E

„Mascot“ war dann einen Monat später auf Ryugu gelandet und hatte den Asteroiden einige Stunden lang erkundet.

Hayabusa heißt Wanderfalke

Auch „Minerva-II-2“ hätte eigentlich die Oberfläche von Ryugu erkunden sollen, wegen technischer Probleme mussten die Wissenschaftler die Mission allerdings abändern. Nun besteht seine Hauptaufgabe darin, Daten zu Ryugus Anziehungskraft zu sammeln. Die Muttersonde „Hayabusa 2“ wird in einer Entfernung von acht bis zehn Kilometern über dem Asteroiden Aufnahmen machen.

Übrigens: Hayabusa heißt übersetzt aus dem Japanischen Wanderfalke. (dpa/dob)

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