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Wissen & Technik Größte DDR-Demo: Abgesang am Alexanderplatz

11:05  04 november  2019
11:05  04 november  2019 Quelle:   dw.com

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„Fridays for Future“: Mit Flixbus können Teilnehmer der Klimastreiks gratis fahren Am 20. und 27. September sind Demonstrationen in aller Welt geplant.

Friedliche Revolution in der DDR. Größte DDR - Demo : Abgesang am Alexanderplatz . Funktionäre des maroden DDR-Regimes hatten zu diesem Zeitpunkt längst jeden Kredit verspielt. Schabowskis Selbstkritik ging im Pfeifkonzert unter.

In Bolivien lagern große Mengen Lithium, das unter anderem für Batterien von Elektroautos gebraucht wird. Ein Joint Venture zur Lithium-Gewinnung mit einer deutschen Firma annullierte die Regierung nun überraschend. Größte DDR - Demo : Abgesang am Alexanderplatz .

Am 4. November 1989 kam es in Berlin zur größten Demonstration der DDR-Geschichte. Hunderttausende Oppositionelle forderten gemeinsam mit einigen Regimevertretern Reformen. Nur fünf Tage später fiel die Berliner Mauer.

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Es rumorte schon lange in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Seit Monaten wagten sich immer mehr Menschen aus der Deckung und gingen auf die Straße. In Leipzig demonstrierten jeden Monat zigtausend Menschen für Meinungs- und Reisefreiheit. Immer mehr kehrten ihrem wirtschaftlich und politisch bankrotten Land auf mehr oder wenige gefährlichen Wegen den Rücken. Im Jargon des kommunistischen DDR-Regimes waren sie "Republikflüchtlinge".

Als erstes Bundesland: Regine Günther will in Berlin den Klimanotstand ausrufen

  Als erstes Bundesland: Regine Günther will in Berlin den Klimanotstand ausrufen Eine Folge des Klimastreiks: Die grüne Umweltsenatorin will erreichen, dass die Hauptstadt den symbolischen Notstand erklärt – als erstes Bundesland. © Foto: imago images/Future Image Könnte die Umweltsenatorin zum Umdenken bewegt haben: Die große Klimastreik-Demo am vergangenen Freitag in Berlin. Berlins Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) will, dass Berlin den Klimanotstand ausruft. Sie wolle dem Senat vorschlagen, „das, was die Menschen „Klimanotstand“ nennen, offiziell als erstes Bundesland anerkennt“, sagte sie im Abgeordnetenhaus.

Video . Wenige Tage zuvor wäre das noch undenkbar gewesen : Hunderttausende demonstrieren auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin für Reformen - mit

Alexanderplatz . Der größte Platz in Deutschland. Der Alexanderplatz in Mitte ist wohl einer der bekanntesten Plätze in Berlin. Und ganz sicher der größte . Benannt nach Zar Alexander I., der die Hauptstadt des Königreichs Preußen im Jahr 1805 besuchte, wird er von den Berlinern meist „Alex“

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Erich Honecker, der seit 1973 mächtigste Mann, war am 18. Oktober gestürzt worden. Aber auch sein Nachfolger Egon Krenz genoss in der Bevölkerung keinerlei Vertrauen. In dieser Stimmung fand am 4. November 1989 die größte offiziell genehmigte Demonstration in der Geschichte der DDR statt. Initiatoren waren Schauspieler und Theater-Leute aus Ost-Berlin. Sie beriefen sich auf die Verfassungsartikel 27 und 28, also auf Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit. Artikel, die in 40 Jahren DDR nur in der Theorie existiert hatten.

Diese Luftaufnahme lässt erahnen, was am 4. November 1989 auf der größten Demonstration in der DDR los war © Imago Images/Stana Diese Luftaufnahme lässt erahnen, was am 4. November 1989 auf der größten Demonstration in der DDR los war

An diesem Tag aber wurde die so lange mit Füßen getretene Verfassung von einer riesigen Menschenmenge auf dem Berliner Alexanderplatz mit Leben erfüllt. Die Schätzungen schwanken auch 30 Jahre danach zwischen 200.000 und einer Million Teilnehmern. Was sie erlebten, war einzigartig in der DDR-Geschichte: Die Demonstranten standen vor einem kleinen Lastwagen, auf dessen offener Ladefläche ein provisorisch gezimmertes Holzpodest platziert war. Das war die Bühne für mehr als 20 Redner: Schauspieler, Sänger, Schriftsteller, Pfarrer - aber auch Vertreter des Regimes.

Insektizide lassen Fischbestände einbrechen

  Insektizide lassen Fischbestände einbrechen Bestimmte Pflanzenschutzmittel könnten erhebliche Auswirkungen auf Fischbestände haben. Das ergab eine jahrzehntelange Studie an einem japanischen See. © Foto: Google/dpa Eine Satellitenaufnahme des Shinji-Sees in Japan. Demnach fiel der erstmalige Einsatz bestimmter Pestizide auf nahe gelegenen Reisfeldern mit dem Zusammenbruch ganzer Fischpopulationen im Lake Shinji zusammen. Die Forscher vermuten, dass kleinste Wassertiere, und damit die Nahrung der Fische, zerstört wurden. Die dort eingesetzten Insektizide, sogenannte Neonikotinoide, sind weltweit stark verbreitet.

Die Alexanderplatz -Demonstration war die größte nicht staatlich gelenkte Demonstration in der Geschichte der DDR . Die Demonstration fand am 4.11.1989 in der Mitte von Ostberlin statt. Die Demo trug den Titel "Demonstration gegen Gewalt und für verfassungsmäßige Rechte".

Er habe daraufhin vorgeschlagen, die nächste Demo als "Versammlung unter freiem Himmel" zu deklarieren und offiziell anzumelden. Am 4. November 1989 demonstrierten dann auf dem Alexanderplatz mehrere hundertausend Menschen.

Der Redner Günter Schabowski wird fünf Tage später weltberühmt

Einer von ihnen sollte fünf Tage später, am 9. November 1989, weltweit bekannt werden: Günter Schabowski, Berliner Chef der DDR-Staatspartei SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschland). In dieser Eigenschaft verkündete er auf einer Pressekonferenz ein neues Reisegesetz, das völlig überraschend die Berliner Mauer zum Einsturz brachte. Auf der Demo am 4. November wurde Schabowski von der Masse noch gnadenlos ausgebuht. Auch als er zu Beginn sagte: "Billigen wir einander die Kultur des Dialogs zu!"

Günter Schabowski, der am 9. November 1989 den Mauerfall auslöste, hatte es auf der Alexanderplatz-Demo schwer © ullstein - Ritter Günter Schabowski, der am 9. November 1989 den Mauerfall auslöste, hatte es auf der Alexanderplatz-Demo schwer

Funktionäre des maroden DDR-Regimes hatten zu diesem Zeitpunkt längst jeden Kredit verspielt. Schabowskis Selbstkritik ging im Pfeifkonzert unter. "Was bewegt einen Kommunisten in dieser Stunde im Anblick und im Blickfeld von Hunderttausenden?", fragte er die ihm überwiegend feindselig gestimmten Menschen. Seine eigene Antwort: "Nur wer die Mahnung hört und versteht, ist fähig zu neuem Anfang."

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Größte DDR - Demo 04.11.1989 Alexanderplatz Berlin DDR Kurt Demmler singt sein Stasi-Lied " Irgendeiner ist immer dabei

Auch dies ist für DDR -Verhältnisse ein Rekord: es ist die größte Lebensmittelhalle des Landes. Warenhaus Hermann Tietz am Alexanderplatz Kaufhaus Wertheim am Alexanderplatz CENTRUM-Warenhaus am Alexanderplatz C&A am Alexanderplatz Warenhäuser am Alexanderplatz .

Pfarrer Friedrich Schorlemmer reformiert die DDR-Nationalhymne

Einer, der mit Schabowskis Worten etwas anfangen konnte, war der Regimekritiker Friedrich Schorlemmer. Der Theologe aus Wittenberg, der Stadt des protestantischen Kirchenreformers Martin Luther, zitierte leicht verändert den Titel der DDR-Hymne: "Im Herbst 1989 sind wir auferstanden aus Ruinen und der Zukunft neu zugewandt." Unter dem Eindruck der vielen DDR-Flüchtlinge forderte er die Bevölkerung zum Bleiben auf, um das Land gemeinsam zu erneuern: "Jetzt brauchen wir buchstäblich jeden und jede."

Der junge Schauspieler Jan-Josef Liefers, im heute vereinten Deutschland berühmter TV-Gerichtsmediziner in der Serie "Tatort", stellte die SED-Herrschaft offen infrage: "So lange die Spitze der SED nur auf unser aller Druck reagiert, kann meiner Meinung nach von führender Rolle nicht die Rede sein." Solche Sätze wollte die Menschenmasse auf dem Alexanderplatz vor allem hören. Entsprechend groß war der Beifall.

Eine Stasi-Legende spricht von "Scheinwelt" der DDR-Führung

Selbstkritisch gab sich der ehemalige stellvertretende Stasi-Chef Markus Wolf. Bis 1986 hatte er die Auslandsaufklärung geleitet, das Pendant zum Bundesnachrichtendienst (BND) im Westen Deutschlands. Wolf ging auf den Realitätsverlust im Machtapparat der DDR ein: Trotz zunehmend mahnender Stimmen in den eigenen Reihen habe man nicht verhindern können, "dass unsere Führung bis zum 7. Oktober in einer Scheinwelt lebte". Damit spielte er auf das Gründungsdatum der DDR an.

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  Urteil: «Tempo-10-Zone» unzulässig Die Anordnung einer «Tempo-10-Zone» in Berliner Straßen ist nicht zulässig, weil ein solches Verkehrsschild in Deutschland offiziell nicht existiert. © Foto: Annette Riedl/dpa Ein Hinweis auf eine Tempo-10-Zone ist groß auf den Teer der Auguststraße in Berlin gemalt. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Weil es in der Straßenverkehrsordnung und im amtlichen Verkehrszeichenkatalog ein Verkehrschild «Tempo-10-Zone» nicht gebe, könne es in dieser Form auch keine Anordnung eines verkehrsberuhigten Bereichs geben, hieß es zur Begründung.

Die DDR -Bauten am Alexanderplatz . 1. Januar 201730. April 2018 Alexander Glintschert. Alexanderplatz : Eine kleine Verkehrsgeschichte. Suche in Anderes.Berlin.

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Am 7. Oktober war Erich Honecker (3.v.l.) noch Staats- und Parteichef der DDR, am 18. Oktober wurde er gestürzt © picture-alliance/dpa Am 7. Oktober war Erich Honecker (3.v.l.) noch Staats- und Parteichef der DDR, am 18. Oktober wurde er gestürzt

Anlässlich des 40. Republik-Jubiläums hatte sich die greise Führung ein letztes Mal selbst inszeniert und gefeiert. Proteste Oppositioneller waren brutal niedergeknüppelt worden. Ex-Stasi-Mann Wolf attestierte den lange von ihm unterstützen Genossen, selbst dann noch versagt zu haben, "als die Menschen begannen, mit den Füßen abzustimmen". Mit anderen Worten: Sie verließen über Umwege die DDR, vor allem durch Flucht in westdeutsche Botschaften in benachbarten sozialistischen Ländern.

Marianne Birthler: "Hoffnung, Fantasie, Frechheit und Humor".

Anders als die Stasi befürchtete, blieb die gut dreistündige Demonstration im Zentrum Ost-Berlins friedlich. Wenige Tage vorher hatte Stasi-Chef Erich Mielke den am 4. November eingesetzten Diensteinheiten ein Bündel von Befehlen erteilt, darunter die unbedingte Sicherung der nahe gelegenen Berliner Mauer: "Zur Verhinderung von Angriffen auf die Staatsgrenze sind personelle und technische Blockierungsmaßnahmen (Einsatz von Sperrmitteln) vorzubereiten."

Erich Mielke 1989 bei einer Rede in der DDR-Volkskammer; am 7. November wurde der Stasi-Chef entmachtet © ullstein bild-Succo Erich Mielke 1989 bei einer Rede in der DDR-Volkskammer; am 7. November wurde der Stasi-Chef entmachtet

Mielkes Sorgen waren unnötig, denn die Demonstration war "unglaublich schön", wie es Bürgerrechtlerin Marianne Birthler Jahre danach einmal beschrieb. Als Rednerin auf dem Alexanderplatz sprach die spätere Chefin der für alle zugänglichen Stasi-Akten-Behörde über die Gewalt des kommunistischen Regimes und die Hoffnung, "die seit ein paar Wochen endlich in der DDR wächst". Auf dem Alexanderplatz, sagte Birthler damals, sei hunderttausendfach Hoffnung versammelt, "Fantasie, Frechheit und Humor".

Verwaltungsgericht hebt Verbot von NPD-Kundgebung in Hannover auf

  Verwaltungsgericht hebt Verbot von NPD-Kundgebung in Hannover auf Hannover. Das Verwaltungsgericht Hannover hat das polizeiliche Verbot der für Samstag geplanten NPD-Demonstration gegen kritische Journalisten in der niedersächsischen Hauptstadt gekippt. Das Verwaltungsgericht Hannover hat das Verbot einer NPD-Demo in Hannover an diesem Samstag gekippt. Es gab damit einem Eilantrag der rechtsextremen Partei vom Freitag gegen das von der Polizeidirektion Hannover ausgesprochene Verbot statt. Die Polizei kündigte an, die Möglichkeit einer Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht zu prüfen.

Опубликовано: 15 янв. 2013 г. Größte DDR - Demo 04.11.1989 Alexanderplatz Berlin, DDR Rede Heiner Müller - Schriftsteller (1929 Demo Alex 04.11.1989 09 Kurt Demmler - Irgendeiner ist immer dabei - - Продолжительность: 4:40 HistoryChannelWolf55 15 746 просмотров.

Es wird nun von der HO, der Handelsorganisation der DDR , übernommen und in ein Warenhaus Als am 25. November 1970 das neu errichtete CENTRUM-Warenhaus am Alexanderplatz seine Es wird daraufhin erneut umgestaltet und in das größte Ostberliner Möbel-Einrichtungshaus verwandelt.

"Ereignis mit Auswirkungen für Europa"

Das musste auch die Stasi anerkennen, die in einem ausführlichen Bericht über den Verlauf der live im Fernsehen übertragenen Demonstration berichtete. Darin notierte sie unter anderem, was auf einer zur "Volkswalze" umfunktionierten Kabeltrommel zu lesen war: "Das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen!" Dem überwiegenden Teil der Demonstranten attestierte die vorher so ängstliche Staatssicherheit ein "diszipliniertes" Verhalten.

"Feindliche Kräfte", mit denen Stasi-Chef Mielke fest gerechnet hatte, waren weit und breit nicht zu erkennen. In einem anderen Punkt behielt er allerdings recht: dass die Demonstration am 4. November 1989 nach dem Willen der Organisatoren zu einem "Ereignis mit Auswirkungen für Europa" werden könne. Fünf Tage später, am 9. November, fiel die Berliner Mauer.

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Autor: Marcel Fürstenau

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