Wissen & Technik Astrophysik: Steht eine Supernova in der kosmischen Nachbarschaft bevor?

17:10  07 januar  2020
17:10  07 januar  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Armageddon? Unserer Heimat-Galaxie steht eine gigantische Kollision bevor

  Armageddon? Unserer Heimat-Galaxie steht eine gigantische Kollision bevor Neuesten Berechnungen zufolge steuert unsere Milchstraßen-Galaxie auf eine heftige Kollision zu. Milchstraße steht eine gigantische Kollision bevorGlaubt man neuesten Berechnungen, dann kollidiert die Milchstraßen-Galaxie in circa 2,4 Milliarden mit der "Großen Magellan'sche Wolke". Experten der britischen Universität Durham gehen davon aus, dass bei dieser Kollision unser Sonnensystem aus seiner Bahn gebracht wird.Die "Große Magellan'sche Wolke"Die Große Magellansche Wolke ist ein Sternsystem aus rund 15 Milliarden Sonnen und umkreist in einer Entfernung von 163.

Ein Überrest der Supernova wurde jetzt in der Tiefsee gefunden. Bei Supernovae schleudern die Sterne in einer gigantischen Explosion einen Großteil ihrer Masse ins Weltall. Das radioaktive Eisenisotop Fe-60 entsteht fast ausschließlich in solchen Sternenexplosionen.

Zuerst wird Beteigeuze in einer Supernova -Detonation zerrissen. Wenige Monate später folgt die zweite spektakuläre Explosion in der Hülle. FOCUS Online/Max-Planck-Institut für Astrophysik Sternexplosion in 3D: Astrophysiker simulieren Supernova in Computermodell.

Der Riesenstern © ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/E. OâÄÖGorm Der Riesenstern

Der Riesenstern Betelgeuze wird am Nachthimmel immer dunkler. Astrophysiker spekulieren über eine mögliche Sternenexplosion.

Steht eine Supernova in der kosmischen Nachbarschaft bevor?

Wenn ein Stern am Firmament langsam an Leuchtkraft verliert, könnte das auf ein bevorstehendes, furioses Spektakel hinweisen. Zumal wenn es sich um einen der größten Sterne der Milchstraße handelt - in diesem Fall um Betelgeuze, dessen sagenhafte Größe den Himmelskörper seit Jahrzehnten zur Berühmtheit macht.

Der auf Deutsch wegen eines historischen Schreibfehlers "Beteigeuze" genannte Riesenstern bildet die linke Schulter des Sternbilds Orion. In dieser Konstellation ist er derzeit nur der zweithellste Stern. Doch das könnte sich bald ändern. Der 8,5 Milliarden Jahre alte, rötlich leuchtende Riese wird am Ende seines Daseins nicht langsam und unscheinbar verglühen, er wird in einer gewaltigen Detonation platzen und vermutlich ein Schwarzes Loch hinterlassen. Das aktuell beobachtete Dimmen von Betelgeuze könnte die kosmische Version einer Ruhe vor dem Sturm sein.

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In unserer kosmischen Nachbarschaft sind in den letzten 13 Millionen Jahren 16 Riesensterne explodiert. Supernova -Staub liegt am Grund der Ozeane. Noch stehen die Resultate dieses Projekts der galaktischen Archäologie aus.

Supernova -Spuren in kosmischer Strahlung. Astronomen finden weitere Hinweise auf Sternexplosionen in der Nachbarschaft des Supernovae produzieren Großteil der kosmischen Strahlung. Explodierende Sterne beschleunigen Protonen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit.

Astronomen halten für möglich, dass der Stern derzeit in eine Prä-Supernova-Phase eintritt, in deren weiterem Verlauf er kollabiert, um letztlich in einer kataklysmischen Explosion zu zerstrahlen. Sollte das so kommen, würde Betelgeuze ein mit dem bloßen Auge nicht zu übersehendes Spektakel vollführen: In seinem Todeskampf würde der Stern wochenlang heller als der Vollmond am Himmel erstrahlen.

Es wäre die erdnächste Supernova seit Menschengedenken

Innerhalb weniger Tage würde Betelgeuze so viel Energie ins All pusten, wie die Sonne während ihrer gesamten Existenz. Die Wucht der Detonation würde massenweise neue chemische Elemente bilden. Mit einer Entfernung von knapp 650 Lichtjahren wäre die Explosion des Riesensterns die erdnächste Supernova, die es seit Menschengedenken gab. Eine in historischen Aufzeichnungen vermerkte Supernova des Jahres 1054 n. Chr. , deren Überreste heute als "Krebsnebel" bekannt sind, war gut 6500 Lichtjahre entfernt.

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belegen, dass eine solche Supernova einst in unserer kosmischen Nachbarschaft aufleuchtete. Irdische Spuren einer Supernova wären eine Sensation. Bis heute ist nicht geklärt, ob kosmische Wenn also Überreste einer Supernova auf Erden zu finden sind, dann in den versteinerten Mikroben

Nukleare Astrophysik : Elementsynthese im Universum. Astronomen entdecken Sterne aus der kosmischen Frühzeit in der galaktischen Zentralregion, die bislang nur in Außenbezirken Amerikanische Forscher haben jetzt ein Modell entwickelt, dass die Super - Supernova erklären kann.

Rund eintausend Sonnendurchmesser groß ist Betelgeuze derzeit. Weil er seinen nuklearen Brennstoff für die energiespendende Kernfusion nahezu aufgebraucht hat und zu einem "Roten Riesen" aufgebläht ist, hat er "nur" die Masse von 20 Sonnen. Dass seine Strahlkraft abnimmt, beobachten Astronomen seit Jahrzehnten. Doch soll sein Glühen in jüngster Zeit besonders stark abgefallen sein, "außerhalb der üblichen Komfortzone", wie es der Astrophysiker Edward Guinan von der Villanova-Universität im US-Bundesstaat Pennsylvania ausdrückt.

Umstritten ist jedoch, wie sich die Helligkeit des Sterns unmittelbar vor seinem explosiven Ende entwickeln wird. Manche Astronomen vermuten ein plötzliches Abdunkeln wenige Stunden vor der Detonation, andere erwarten, dass die Strahlkraft bereits ein Jahr vorher abflaut. Auch halten die Experten verschiedene Ursachen für das aktuelle Flackern für möglich, so zum Beispiel Energie- oder Massenbewegungen im Inneren des Roten Riesen. Entsprechend unsicher ist, ob an Orions Schulter eine Supernova unmittelbar bevorsteht. Astronomen halten auch für möglich, dass noch Zehntausende Jahre vergehen, bevor Betelgeuze in den Todeskampf eintritt und sein beeindruckendes Schauspiel am Nachthimmel vorführt.

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Diese Supernova war nur eine von zahlreichen Explosionen, die vor relativ kurzer Zeit in unserer kosmischen Nachbarschaft zündeten. Sie schließen daraus, dass es in diesen Zeiten mehrere Supernovae gegeben haben muss, die in relativer Nähe (bis zu 300 Lichtjahre) zur Erde

Wie lang ist die jüngste Sternenexplosion in der kosmischen Nachbarschaft unseres Sonnensystems her? Und wie weit entfernt war diese? Die Forscher spekulieren, in welchem Umfang nahe Supernovae das Klima und vielleicht sogar die Evolution auf der Erde beeinflussen können.

In jedem Fall wäre nicht nur das Licht der Supernova auf der Erde sichtbar. Auch Elementarteilchen wie Neutrinos würden in hoher Zahl auf unseren Planeten prasseln, ebenso wie Röntgen- und Gammastrahlen. Letztere würden vermutlich chemische Reaktionen in der oberen Atmosphäre auslösen.

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