Wissen & Technik Donald Trumps Twitter-Account nach Umfrage freigeschaltet: Elon Musk traut sich, wovor andere Tech-CEOs Angst haben

21:31  21 november  2022
21:31  21 november  2022 Quelle:   businessinsider.de

Smarter Roller mit 300 Kubik - Yamaha XMax 300 und XMax 300 Tech Max für 2023

  Smarter Roller mit 300 Kubik - Yamaha XMax 300 und XMax 300 Tech Max für 2023 Für 2023 verpasst Yamaha dem XMax 300 einige Upgrades und Updates – vor allem dem XMax 300 Tech Max mit gehobener moderner Ausstattung. © Yamaha "Premium Sport Scooter" – in diese Kategorie ordnet Yamaha selbst, und selbstbewusst, die Roller der XMax-Baureihe ein. Und 2023 soll noch mehr Sportlichkeit und noch mehr Premium hinzukommen. Auf den ersten Blick wirkt der neue XMax 300 vertraut, doch bei genauerem Hinsehen fallen zahlreiche Änderungen und Details auf.

„Volkes Stimme ist Gottes Stimme“: Elon Musk bringt nach einer Umfrage das Twitter-Profil von Donald Trump zurück. © Picture Alliance/dpa „Volkes Stimme ist Gottes Stimme“: Elon Musk bringt nach einer Umfrage das Twitter-Profil von Donald Trump zurück.
„Volkes Stimme ist Gottes Stimme“: Elon Musk bringt nach einer Umfrage das Twitter-Profil von Donald Trump zurück.

Dieser Artikel ist die Meinung des Autors und vermittelt seine Sicht. Hier findet ihr andere Informationen zum Thema.

Nun ist Donald Trump also tatsächlich zurück: Am vergangenen Dienstag kündigte der ehemalige US-Staatschef seine Präsidentschaftskandidatur für 2024 an, seit Sonntag darf der 76-Jährige auch wieder twittern.

Elon Musk, neuer Besitzer der Online-Plattform, hatte die Twitter-Nutzer am Wochenende darüber abstimmen lassen, ob der gesperrte Trump-Account wiederhergestellt werden solle. „Vox populi, vox dei“ (Volkes Stimme (ist) Gottes Stimme), schrieb Musk gewohnt diskussionsfreudig unter die Umfrage. Bis Sonntag sprach sich eine knappe Mehrheit von 51,8 Prozent dafür aus, das Konto wieder zu aktivieren. Repräsentativ war all das nicht: An der auf 24 Stunden angesetzten Umfrage nahmen rund 15 Millionen Nutzer teil, während Twitter auf mehr als 230 Millionen täglich aktive Nutzerinnen und Nutzer kommt. Nur wenige Minuten nach dem Ende der Abstimmung schaltete der US-Konzern das Profil frei.

Elon Musk übernimmt Twitter – und will wohl selbst Chef sein

  Elon Musk übernimmt Twitter – und will wohl selbst Chef sein San Francisco. Der Abschluss des Twitter-Kaufs ist noch nicht einmal offiziell verkündet - doch Elon Musk soll schon die Top-Manager des Online-Dienstes gefeuert haben. Musk selbst äußert sich später in vier Worten - natürlich auf Twitter. © Patrick Pleul Elon Musk gilt als reichster Mensch der Welt. Durch Paypal und Tesla wurde er zum Milliardär. Im April 2022 kündigte er an, Twitter kaufen zu wollen. Musk gilt als Visionär und Exzentriker. Mit seinen Projekten sorgt er immer wieder für Aufsehen. Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX gründete er mit dem Hintergrund, den Mars zu kolonisieren.

Kurzer Rückblick: Trump war bei Twitter – und anderen Online-Plattformen – gesperrt worden, nachdem er Sympathie für seine gewalttätigen Anhänger bekundet hatte, die am 6. Januar gewaltsam das Kapitol in der Hauptstadt Washington, D.C. gestürmt hatten. Zuvor hatte der Republikaner seine Social-Media-Kanäle für seine Lüge genutzt, ihm sei der Sieg gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden bei der Präsidentenwahl 2020 durch Betrug gestohlen worden. Die Plattformbetreiber befürchteten damals, dass Trumps Beiträge zu weiterer Gewalt führen könnten und sperrten ihn.

Nun revidiert Musk diese Entscheidung – und sorgt für große Aufregung. „Die Aussicht auf einen wieder twitternden Trump alarmiert viele Desinformationsexperten“, analysiert Meike Laaff bei „Zeit Online“. In der „New York Times“ befürchtet die Politik- und Medienexpertin Joan Donovan eine „Brutstätte des Hasses“. Im österreichischen „Standard“ kommentiert US-Korrespondent Karl Doemens: „Die Wiederherstellung des Accounts sendet eine verheerende Botschaft aus: Lügen, Hetze, Beleidigungen und Hass sind bei Twitter willkommen. Der Kurznachrichtendienst wird zur Kloake.“

Musk kauft Twitter: Was du über den Twitter-Deal wissen musst

  Musk kauft Twitter: Was du über den Twitter-Deal wissen musst Kauft Elon Musk Twitter oder nicht? Momentan will er wieder, doch das kann sich schnell ändern. Wir halten euch auf dem Laufenden über alles, was sich in diesem Streitfall tut. © Shutterstock/FellowNeko Deal oder kein Deal? Ein Gericht muss entscheiden, ob Elon Musk neuer Besitzer von Twitter wird. Elon Musk mag Twitter – er nutzt den Kurznachrichtendienst regelmäßig nicht nur, um mit seinen Fans in Kontakt zu treten, sondern auch, um mit der Welt zu teilen, was er geschäftlich so geplant hat.

Muss so viel Fatalismus wirklich sein? Nein. Sind Zweifel an Musks Vorgehen erlaubt? Ja.

Der Multimilliardär kämpft nach der 44 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme darum, den Tech-Konzern als weltweite Diskussionsplattform und als weiterhin attraktives Werbeumfeld zu etablieren. Der „free speech absolutist“ hatte seinen Kauf auch damit begründet, dass Twitter zu viel sperre und lösche, eine freie Meinungsäußerung sei so nicht mehr möglich. Diese sei für eine „funktionierende Demokratie“ aber notwendig. Schon vor Wochen hatte Musk die Sperrung Trumps als Beispiel für die aus seiner Sicht fehlgeleitete Konzernstrategie bezeichnet. So weit, so wenig überraschend. Vor drei Wochen hatte der Unternehmer allerdings angekündigt, dass vor der Reaktivierung bedeutender Accounts ein Rat zum Umgang mit kontroversen Inhalten gebildet werden solle. Dies scheint nun hinfällig.

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Elon Musk und Twitter: Tech-Milliardär hat Kurznachrichtendienst gekauft +++ Top-Manager entlassen +++ Gremium soll Inhalte moderieren

  DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Elon Musk und Twitter: Tech-Milliardär hat Kurznachrichtendienst gekauft +++ Top-Manager entlassen +++ Gremium soll Inhalte moderieren Nach monatelangem Zögern hat Elon Musk den Twitter-Kauf nun abgeschlossen. Doch damit ist das Hickhack noch nicht zu Ende. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Übernahme.Musk will ein Gremium für die Moderation der Inhalte bei Twitter schaffen. Dies gab er am Freitag (28. 10.) über sein Twitter-Profil bekannt. Bevor ein solcher «Content Moderation Council» zusammentrete, «wird es keine grossen Entscheidungen zur Inhalte-Politik oder der Wiederherstellung von Accounts» geben, schrieb Musk. Damit ist nun auch die Freischaltung des Accounts von Ex-Präsident Donald Trump nicht umgehend zu erwarten.

Eine verwaiste Plattform bringt Elon Musk nichts

Dabei wäre ein solcher Schritt so wichtig gewesen, um das bei vielen Nutzerinnen und Nutzern verloren gegangene Vertrauen wieder herzustellen. Musk machte zuletzt klar, dass er und nur er bei Twitter das Sagen hat. Doch die Entscheidungen, der traf, haben ihn als erratischen, chaotischen und wenig ernstzunehmenden CEO erscheinen lassen. Dass er sich zuletzt zu politischen Positionen der republikanischen Partei bekannte, wirkt vor diesem Hintergrund mehr als unglücklich.

Trotzdem weiß Musk, wie das Geschäft läuft, und er ist sich bewusst, dass ihm eine toxische oder verwaiste Plattform weder Geld einbringt noch Freude macht.

Was also sollte er jetzt tun? Der Interims-CEO sollte klarmachen, dass er zwei Hauptziele verfolgt. Erstens: Er bekämpft Hatespeech und Falschinformationen mit allen Mitteln. Twitter ist ein datengetriebener Tech-Konzern, der das Potenzial hat, verlässliche Lösungen für einen fairen Umgang anzubieten und zu verankern. Nur so lässt sich auch Ziel Nummer zwei erreichen: ein wahrhaftig-demokratischer Diskurs. Twitter ist vor allem eine Plattform für Meinungsmacher, Multiplikatoren und Talking Heads. Sie haben die Stimmung geprägt, sie haben die Richtung der meisten Debatten vorgegeben.

Das muss nicht so bleiben – und das Schöne ist: Musk scheint es zu wissen. Nicht umsonst ließ er die Twitter-Nutzerinnen und Nutzer über die Zukunft von Trumps Account abstimmen. Ist ein ähnlich radikales Vorgehen bei Meta-Boss Mark Zuckerberg vorstellbar? Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos? Oder bei Apple-Chef Tim Cook? Wohl eher nicht.

Es liegt also an allen, die Twitter nutzen, für einen fairen und respektvollen Umgang auf der Plattform zu sorgen. Jede und jeder kann sich dafür einsetzen. Jede und jeder kann dafür kämpfen. Jede und jeder kann dafür sorgen, dass die Plattform nicht den Trollen, den Bots und den Hatern in die Hände fällt.

Was ist eure Meinung? Diskutiert mit dem Autor auf LinkedIn & Twitter.

Was Elon Musks buhlen um Donald Trump wirklich bedeutet .
Düsseldorf. Elon Musk möchte, dass Ex-Präsident Donald Trump zu Twitter zurückkehrt. Das sagt weniger über den Stand der Meinungsfreiheit in den USA als über die Verzweiflung bei Twitter. © Susan Walsh Der Tesla-Gründer und Twitter-Chef Elon Musk „Das Volk hat gesprochen.“ Mit dieser markigen Behauptung begründet der neue Besitzer des Kurznachrichtendienstes Twitter seine Entscheidung, den früheren amerikanischen Präsidenten Donald Trump wieder Zugang zu der Plattform zu verschaffen. Damit offenbart Elon Musk bereits sein problematisches Verhältnis zu Meinungsfreiheit und Demokratie.

usr: 2
Das ist interessant!