Wissen & Technik Spotify dominiert heute die globale Musikindustrie – doch Schwedens prominentestes Tech-Startup war mehr als einmal näher am Abgrund als am Erfolg

05:00  29 november  2022
05:00  29 november  2022 Quelle:   nzz.de

-Trailer "The Playlist" ist der Netflix- und Spotify -Collab, den wir alle auf

 -Trailer Der -Kinder gewartet haben, die heute durch Technology verwöhnt werden. Mit -Musik, TV und -Filmen zu den Fingerspitzen können sie den Kampf, den wir Oldies unternommen haben, nicht verstehen, um Inhalte zu finden. Nun, dass alle Änderungen am 13. Oktober , wenn netflix die Wiedergabeliste veröffentlicht, eine bevorstehende Serie, die die Geschichte darüber zeigt, wie Spotify erstellt wurde.

«Wo ist denn hier der Titelkatalog?», fragt der Mann mittleren Alters und blickt etwas ratlos auf den Laptop vor ihm. «Den braucht es hier nicht», antwortet der junge IT-Techniker, der das System erklärt. «Man gibt einfach das Lied ein, das man hören will. Und ja, wir haben Zugriff auf alle Titel. Alle.» Der Mann tut wie befohlen, der gewünschte Song erscheint auf dem Bildschirm. «Soll ich das jetzt runterladen?», fragt er. «Klick einfach mal», sagt der Techniker.

Heute ist er Schwedens prominentester Tech-Investor: Spotify-Mitgründer und -Chef Daniel Ek. Drew Angerer / Getty © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Deutschland Heute ist er Schwedens prominentester Tech-Investor: Spotify-Mitgründer und -Chef Daniel Ek. Drew Angerer / Getty

Und schon kommt der Ton. Ohne Download, ohne Puffern. Der Mann versteht die Welt nicht mehr, obwohl er von der Unterhaltungsindustrie eigentlich sehr viel versteht. Denn so etwas hat er noch nie erlebt. Der IT-Techniker nennt es «Streaming».

Wann kommt Spotify verpackt 2022 heraus?

 Wann kommt Spotify verpackt 2022 heraus? © bereitgestellt von Metro Spotify Wrapped ist eines der am meisten erwarteten Angebote des Dienstes (Bild: Reuters) In den letzten Jahren hat Spotify seinen Zuhörern eine aufregende Prächristmas-Lecker ' zusammenfassen. Spotify Wrapped -eines der vielen großartigen Funktionen der Streaming-Giganten-bietet den Benutzern eine retrospektive Zusammenfassung ihres Zuhörens aus dem letzten Jahr in Form ihrer Top 100 Songs, begleitet von einigen coolen zusätzlichen Funktionen.

Umbruch in der Welt der Musik

Die Szene spielt Mitte der nuller Jahre, und sie hat sich so oder ähnlich abgespielt. Es handelt sich um die fiktive Rekonstruktion eines Ereignisses in einem Moment grosser Veränderungen im Musikbusiness. Der Mann mittleren Alters ist Per Sundin, damals Chef der schwedischen Niederlassung von Sony Music. Der IT-Techniker ist Daniel Ek, ein Programmierer, der versucht, seiner technisch revolutionären Idee eines Musik-Streamingdienstes kommerziell zum Durchbruch zu verhelfen. Um sein Produkt legal betreiben zu können, muss Ek an die Autorenrechte gelangen, die bei Unternehmen wie Sony Music liegen. Er muss also Sundin und Co., die Vertreter der grossen Musikstudios, an Bord eines Projekts bringen, das deren Welt radikal verändern würde.

Warum eure Spotify-App immer wieder abstürzt und sieben Möglichkeiten das zu beheben

  Warum eure Spotify-App immer wieder abstürzt und sieben Möglichkeiten das zu beheben Es ist ärgerlich, wenn Spotify abstürzt. Hier sind sieben Tipps, wie diese Störung schnell und einfach behoben werden kann.Wie bei jeder App, die gelegentlich Fehlermeldungen aufzeigt, kann es schwierig sein, die Ursache des Problems nachzuvollziehen. Hier sind sieben Möglichkeiten, mit denen ihr verhindern könnt, dass Spotify abstürzt.

Das ist das Thema einer Miniserie, die neuerdings auf Netflix zu sehen ist. Auch Netflix ist dabei ein Unternehmen, das auf der Welle dieses Umbruchs der Unterhaltungsindustrie reitet. Für Videos verstanden die Netflix-Gründer die gleiche Marktlücke zu nutzen, die Daniel Ek aufgrund der Expansion des Internets für den Musikbereich ausgemacht hatte.

Im Fall von Ek und seinem Startup Spotify hatte das eine kleine Vorgeschichte: In Schweden entwickelte sich nach der Jahrtausendwende eine Website namens Pirate Bay zu einem Renner für die neue Generation der Digital Natives. Diese wuchs mit der Erfahrung auf, dass im Internet alles zu haben war – oder mindestens zu haben sein sollte – und zwar gratis. Über ein sogenanntes Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) verbanden die Betreiber von Pirate Bay unzählige Computer miteinander, deren private Nutzer dort Musik gespeichert hatten.

Schweden bei Nato-Mitgliedschaft offen für Stationierung von Atomwaffen

  Schweden bei Nato-Mitgliedschaft offen für Stationierung von Atomwaffen Der neue schwedische Regierungschef Ulf Kristersson hat sich im Falle von Schwedens Nato-Mitgliedschaft offen für die Stationierung von Atomwaffen in seinem Land gezeigt. Schwedens Nachbarn, die Nato-Länder Dänemark und Norwegen, haben dem Bündnis bislang die Einrichtung ständiger Militärstützpunkte oder die Stationierung von Atomwaffen auf ihrem Boden in Friedenszeiten verweigert. Schweden und Finnland hatten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine mit ihrer jahrzehntelangen Tradition der militärischen Bündnisneutralität gebrochen und im Mai einen Antrag auf Nato-Mitgliedschaft gestellt.

Hatte man sich im 20. Jahrhundert Schallplatten und Tonbänder von Freunden borgen müssen, um die Musik kostenlos auf eigene Tonträger zu überspielen, so schuf Pirate Bay nun eine gigantische Leihbörse für Gleichgesinnte. Solche Plattformen waren früher auch andernorts schon entstanden; als zeitweise grösste fungierte um die Jahrtausendwende Napster. Deren Community zählte damals rund 80 Millionen Mitglieder weltweit.

Technisch funktionierte das P2P-System, aber es war langsam und umständlich. Und illegal, weil die Autorenrechte dabei grosszügig ignoriert wurden. Den Gründern von Pirate Bay machte dies nichts aus, im Gegenteil: Ihr erklärtes Ziel war es, die etablierten Musiklabels, denen sie «überrissene» Preise für CD und andere Musikträger vorwarfen, in den Abgrund zu stossen und das Musikgeschäft zu «demokratisieren». Und sie schienen auf gutem Weg dazu, obwohl sie sich mit der Justiz im Clinch befanden. Napster hatte aus diesem Grund 2001 schliessen müssen.

Konfliktpotenzial zuhauf

Daniel Ek aber sah das Potenzial, das ein legaler Streaming-Dienst hatte. Heute ist Ek wohl Schwedens prominentester Tech-Investor und mit seinem etwa 9-prozentigen Anteil an Spotify auch Milliardär, gemessen am derzeitigen Börsenwert der Streaming-Plattform von rund 16 Milliarden Dollar. Im Rückblick scheint es fast zwangsläufig, dass gewaltig absahnen können würde, wer zur rechten Zeit mit dem richtigen Modell zur Stelle war.

20 Bad Boy -Charaktere, die eigentlich die schlechtesten

 20 Bad Boy -Charaktere, die eigentlich die schlechtesten sind. Es ist fast zu dieser Jahreszeit, in der Sie in der Lage sind, einen Schnappschuss Ihres gesamten Musikjahres zu erhalten. © Andrew Matthews/PA Archiv Spotify Wrack wurde zu einem geschätzten Feature, das von einer der größten audio -streaming -Plattformen der Welt angeboten wird - Andrew Matthews/Pa Archive Spotify Wraped wird von Spotify als „Ein tiefes Eintauch in die Musik und Podcasts, die Ihr 2022 definierten.

Wenn allerdings eine gute Idee, ein paar talentierte Programmierer und ein Venture-Investor mit langem Atem schon ausreichend wären, um ein «Einhorn» (ein Startup mit einem Börsenwert von mehr als einer Milliarde Dollar) auf die Beine zu stellen, gäbe es wohl scharenweise Tech-Millionäre. Wie viel auf dem Weg von Spotify schiefgehen konnte – und auch beinahe schiefgegangen wäre –, zeigt die Netflix-Serie sehr anschaulich.

Sie beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln die Konflikte, die die Entwicklung begleiteten und die alle das Potenzial hatten, das Unternehmen scheitern zu lassen. Da ist natürlich der ebenso zielstrebige wie starrköpfige Daniel Ek mit seiner Vision einer digitalen Musikplattform, die für Nutzer gratis wäre und an der die Musikindustrie, die Künstler und die Plattformbetreiber dennoch alle ihren «fairen Anteil» verdienen würden. Ferner sein flamboyanter Investor Martin Lorentzon, der einen guten Riecher für Neues hatte, sein in der Startphase investiertes eigenes Geld irgendwann aber auch wiedersehen wollte.

Dann die Juristin, die Ek erklären muss, dass «Gratis-Musik» kein Geschäftsmodell ist, mit dem Geldgeber gewonnen und Autorenrechte erworben werden können. Und als ob damit des Streitpotenzials nicht schon genug gewesen wäre, kommt noch der Chefprogrammierer hinzu, der mit Ek die Vision des «demokratischen Musikangebots» teilt und technisch ein Meisterwerk abliefert. Eine Paywall oder ein bezahltes Premium-Abo empfindet er aber als Verrat an der ursprünglichen Idee. Eine Konstellation also, die Reibungsflächen zuhauf bietet.

Wann kommt Spotify verpackt 2022 heraus?

 Wann kommt Spotify verpackt 2022 heraus? © bereitgestellt von Metro Spotify Wrapped ist eines der am meisten erwarteten Angebote des Dienstes (Bild: Reuters) In den letzten Jahren hat Spotify seinen Zuhörern eine aufregende Prächristmas-Lecker ' zusammenfassen. Spotify Wrapped -eines der vielen großartigen Funktionen der Streaming-Giganten-bietet den Benutzern eine retrospektive Zusammenfassung ihres Zuhörens aus dem letzten Jahr in Form ihrer Top 100 Songs, begleitet von einigen coolen zusätzlichen Funktionen.

Was bleibt für die Musiker?

Nicht zuletzt kommt auch eine junge Musikerin zu Wort, die anfangs grosse Hoffnungen in die Plattform setzte, am Schluss aber ernüchtert feststellen muss, dass sie sich von den Streaming-Tantiemen nicht annähernd ihren Lebensunterhalt verdienen kann.

Hier trifft die Serie auf die heutige, reale Welt. Denn wenn sich die ganze Musikszene auf Spotify tummelt, weil es die grösste Streaming-Plattform ist – wie soll man sich da als junges Talent überhaupt bemerkbar machen? Tatsächlich ist Spotify heute mit seinen 456 Millionen Nutzern, von denen 195 Millionen bezahlte Subskriptionen haben, das Schwergewicht der Branche. Es zu ignorieren, kann sich niemand leisten. Doch die Abgeltung per Stream, im Durchschnitt laut Branchen-Insidern 0,3 bis 0,5 US-Cent, ist nicht einheitlich, sondern von diversen Faktoren abhängig. Und diese begünstigen die bereits populären Musiker.

Das Entschädigungsmodell ist denn auch immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Der Spotify-Gründer Ek sieht sich der Kritik gegenüber, seine ursprünglichen Grundsätze verraten und viele Künstler auf das Abstellgleis verbannt zu haben. Er verteidigt sich damit, dass Spotify bloss Vermittler sei und nicht eine Musikgesellschaft. Die Musiker und Songschreiber müssten sich deshalb nicht mit der Plattform, sondern ihren Agenten einig werden, wer wie viel von den von Spotify ausbezahlten Abgeltungen an die Inhaber der Rechte erhalte.

War Ek einst ausgezogen, die damals herrschenden Strukturen des Musikmarkts zu demontieren, so ist ihm dies zweifellos gelungen. Allerdings ist er inzwischen, wie ihm einige Musiker vorwerfen, selber zum Teil dieses Establishments geworden – und Spotify, angesichts seiner Marktmacht, sogar zum «System an sich».

vor 33 Jahren hat James Cameron ein unterschätztes Science-Fi-Meisterwerk gemacht-und sein bester Film aller Zeiten .
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