Wissen & Technik Ausbreitung des Coronavirus: Was wir wissen und was nicht

09:15  04 februar  2020
09:15  04 februar  2020 Quelle:   zeit.de

Coronavirus in Italien: Wackelt der DTM-Test in Monza?

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Mit dem Ausbruch des neuen Coronavirus erleben wir Forschung live und Berichterstattung in Echtzeit. Woher kam das neue Coronavirus ? Das Coronavirus 2019-nCoV tauchte erstmals im Dezember 2019 auf einem Fisch- und Wildtiermarkt im zentralchinesischen Wuhan auf.

Mit dem Ausbruch des neuen Coronavirus erleben wir Forschung live und Berichterstattung in Echtzeit. Viel Raum also für Spekulationen. Der bisher belegte Wissensstand.

Menschen aus der Provinz Hubei, wo der Ausbruch des neuen Coronavirus begann, warten an einem Checkpoint, um über den Fluss Jangtse in die Provinz Jiangxi zu kommen. Das Virus gehört zur selben Familie wie der Mers-Erreger, der hier stark vergrößert unter dem Elektronenmikroskop dargestellt ist. © Thomas Peter/​Reuters, Smith Collection/​Getty Images Menschen aus der Provinz Hubei, wo der Ausbruch des neuen Coronavirus begann, warten an einem Checkpoint, um über den Fluss Jangtse in die Provinz Jiangxi zu kommen. Das Virus gehört zur selben Familie wie der Mers-Erreger, der hier stark vergrößert unter dem Elektronenmikroskop dargestellt ist.

Mit dem Ausbruch des neuen Coronavirus erleben wir Forschung live und Berichterstattung in Echtzeit. Viel Raum also für Spekulationen. Der bisher belegte Wissensstand

Das neue Coronavirus, das sich von China aus ausbreitet, ist erst seit Wochen bekannt. Das meiste, was derzeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern veröffentlicht und von Medien berichtet wird, ist vorläufig. Das neue Virus zu verstehen, ist ein Prozess. Lesen Sie hier, was bisher als gesichert, als wahrscheinlich und als noch unsicher gelten kann.

WHO warnt bei neuartigem Coronavirus vor "möglicher Pandemie"

  WHO warnt bei neuartigem Coronavirus vor Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor einer "möglichen Pandemie". Bisher stufe die WHO die Infektionen nicht als Pandemie ein, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag vor Journalisten in Genf. Die Welt müsse aber "alles" dafür tun, um sich auf eine "mögliche Pandemie" vorzubereiten. Vor allem die "plötzliche Zunahme" der Infefktionsfälle in Italien, im Iran und in Südkorea innerhalb weniger Tage sei "zutiefst besorgniserregend".

Wie können wir uns schützen? Und was sollten Reisende beachten? Wir klären die wichtigsten Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten steigt täglich, hinzu kommen Fälle in verschiedenen Ländern "Ich glaube, wir werden noch eine ziemliche Ausbreitung über die Kontinente sehen, aber eher in

Wir verwenden Cookies, um unser Angebot für Sie zu verbessern. Was weiß man über das Virus? Vor kurzem hatten Experten die Gen-Sequenz des neuen Coronavirus 2019-nCoV entschlüsselt, das zuvor noch nicht in Noch sehen die Experten aber nicht die Gefahr einer weltweiten Ausbreitung .

Was wir sicher wissen

Das neue Virus ist verwandt mit Sars und Mers

Das neuartige Virus mit dem vorläufigen Namen 2019-nCoV ist ein Erreger aus der Familie der Coronaviren. Diese Viren können Menschen und verschiedene Tiere infizieren. Bei Menschen können sie harmlose Erkältungen auslösen bis hin zu tödlich verlaufenden Krankheiten. Coronaviren sind auch Verursacher des Schweren Akuten Atemwegssyndroms, kurz Sars, sowie von Mers, was für Middle East Respiratory Syndrome steht. Während der bisher größten Sars-Epidemie in den Jahren 2002 und 2003 starben weltweit 774 Menschen. An Mers sind seit 2012 mehr als 800 Menschen gestorben. Wie seine Verwandten kann auch das neue Coronavirus 2019-nCoV bei Infizierten teils schwere Lungenentzündungen auslösen.

USA und Südkorea verschieben wegen Coronavirus gemeinsame Militärübungen

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Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Einschätzung der Ärzte gut. Nach allem, was wir wissen , ist der Verlauf in Europa sehr mild.» Die Ausbreitung des Virus hatte den Börsen in den vergangenen Tagen weltweit gehörig zugesetzt.

Was wir bislang über das Coronavirus wissen . Die Luftwaffenmaschine, die rund 100 Deutsche wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus dem chinesischen Wuhan ausfliegen wird, ist vom Flughafen Köln/Bonn aus gestartet.

Häufige Symptome sind Fieber und Husten

Manche Infizierte haben wenige oder gar keine Krankheitszeichen, andere erkranken schwer oder sterben sogar an den Folgen einer Lungenentzündung. Symptome, die den ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zufolge recht häufig sind, sind Fieber, Husten und Atemnot. Aber auch Muskel- und Kopfschmerzen sowie Durchfall können auftreten (The Lancet: Chen et al., 2020). Wenn Medizinerinnen und Mediziner die Patienten im Krankenhaus per Computertomographie untersuchen, sehen sie in vielen Fällen Zeichen einer beidseitigen Lungenentzündung.

Der Ausbruch nahm seinen Ursprung in Wuhan

Ausgehend von der zentralchinesischen Stadt Wuhan hat sich das Virus weiter ausgebreitet. Dort wurden die ersten Fälle, in denen Menschen damit infiziert waren, nachgewiesen (The Lancet: Huang et al. 2020). Mittlerweile sind Tausende Fälle bekannt, der Großteil davon in China. Allerdings haben inzwischen auch mehr als 20 weitere Staaten Infektionen mit 2019-nCoV gemeldet. Anfang Februar wurde zudem der erste Todesfall außerhalb Chinas bekannt – auf den Philippinen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht auf ihrer Webseite regelmäßig die aktuellen Zahlen zum Ausbruch. Ob ein Wildtiermarkt der Ursprung des Ausbruchs war, ist unsicher.

DAX im Tiefenrausch: Coronavirus drückt DAX unter 12.000-Punkte-Marke

  DAX im Tiefenrausch: Coronavirus drückt DAX unter 12.000-Punkte-Marke Auch vor dem Wochenende kursieren an den Börsen die Sorgen vor der Auswirkungen des Coronavirus. Der deutsche Leitindex DAX steht extrem unter Druck. © Bereitgestellt von Finanzen.net TANNEN MAURY/AFP/Getty Images An den Aktienmärkten herrscht wegen des Coronavirus weiter Alarmstimmung. Der DAX fiel am Freitag zum Start unter die psychologisch wichtige 12.000-Punkte-Marke. Derzeit weist das Börsenbarometer einen Abschlag von 3,8 Prozent auf 11.898 Zähler aus.

In Deutschland ist das Coronavirus angekommen, Atemschutzmasken sind begehrt. Aber schützen sie überhaupt vor der Krankheit?

Nach allem, was wir wissen , ist der Verlauf in Europa sehr mild." Weiteren Angaben zufolge hatten sich "99 Prozent" der Passagiere an den Tests beteiligt. Das solle die Funktionalität des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems sicherstellen. Die Ausbreitung des Virus hatte den Börsen in den

Das Virus stammt ursprünglich aus Fledermäusen

Chinesische Wissenschaftler haben in Proben aus Lungensekret von infizierten Patienten das Erbgut des neuen Coronavirus untersucht. Demnach ähnelt es dem Sars-Coronavirus, das ursprünglich aus Fledermäusen stammt, zu etwa 79 Prozent (The Lancet: Lu et al., 2020). Noch näher verwandt ist 2019-nCoV allerdings mit Sars-ähnlichen Viren, die 2018 in Fledermäusen gefunden wurden. Das Erbgut war in diesen Fällen zu 88 Prozent identisch. "Es ist sehr sicher, dass das Virus ursprünglich in Fledermäusen zirkuliert ist", sagt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Dass es direkt von Fledermäusen auf den Menschen überging, ist aber nicht gesichert.

Was ziemlich sicher ist

Das Virus wird ähnlich einer Grippe übertragen

Der neue Erreger wird wie andere Coronaviren oder das Influenzavirus, der Grippeerreger, wohl primär über die Luft übertragen. Wenn ein Infizierter ausatmet, niest oder hustet, verteilt er mikroskopische Tröpfchen in der Luft, die das Virus enthalten können. Neben dieser Tröpfcheninfektion sind auch andere Übertragungswege denkbar: Sars, ein enger Verwandter des neuen Coronavirus, wurde in geringerem Maße auch über Oberflächen übertragen. Das bedeutet, dass jemand, der sich zum Beispiel in die Hände niest und dann eine Türklinke berührt, einen anderen anstecken kann, der kurz danach dieselbe Türklinke in die Hand nimmt und sich dann mit der Hand an den Mund fasst. "Gerade bei frisch Infizierten sind solche Schmierinfektionen. auch beim jetzigen Ausbruch, nicht ausgeschlossen", sagt Schmidt-Chanasit. Man gehe aber weiter von einer Tröpfcheninfektion als Hauptübertragungsweg aus. Dazu komme, dass das neue Coronavirus ein behülltes Virus ist. Solche Viren seien in der Umwelt meist weniger stabil, es sei also unwahrscheinlich, dass sie längere Zeit auf Oberflächen überleben.

Wegen Coronavirus: US-Notenbank senkt den Leitzins

  Wegen Coronavirus: US-Notenbank senkt den Leitzins Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Virus sind der Grund für die Senkung.

Ältere und Vorerkrankte scheinen besonders gefährdet zu sein

Erste Daten deuten darauf hin, dass das Virus besonders älteren Menschen besonders zu schaffen macht. Bei einer Analyse der ersten 425 bestätigten Fälle war fast jeder zweite Patient 60 Jahre oder älter (The New England Journal of Medicine: Li et al., 2020, PDF). Und: Männer scheinen nach ersten Erkenntnissen stärker betroffen zu sein als Frauen. In der Studie von Li und Kollegen waren 56 Prozent männlich, in einer weiteren mit 99 in einem Krankenhaus in Wuhan behandelten Patienten sogar 67 Prozent (The Lancet: Chen et al., 2020). Jeder zweite der 99 Patienten litt zudem an einer chronischen Erkrankung, vor allem des Herz-Kreislauf-Systems oder der Hirngefäße. Den Forschern zufolge könnten demnach ältere Männer mit Vorerkrankungen eine besondere Risikogruppe darstellen. Erstaunlich selten scheinen hingegen Kinder von der Infektion mit 2019-nCoV betroffen zu sein.

Die Inkubationszeit kennt man ungefähr

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome. Sie beträgt nach derzeitigen Daten durchschnittlich etwa fünf Tage (The New England Journal of Medicine: Li et al., 2020, PDF). Sie kann jedoch offenbar auch nur zwei oder aber bis zu 14 Tage betragen.

Wegen Coronavirus: Bahrain-GP verkauft keine F1-Tickets mehr

  Wegen Coronavirus: Bahrain-GP verkauft keine F1-Tickets mehr Aufgrund des Coronavirus werden keine Tickets mehr für den Grand Prix von Bahrain verkauft - Die Situation muss erst einmal genau geprüft werden , bis wieder Eintrittskarten verkauf werden.Die Tickets werden aber laut eines Statements der Strecke nicht einfach in die Mülltonne wandern, sondern zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Verkauf kommen, wenn die Lage rund um die Ausbreitung des Virus geklärt ist. Es gibt aber neben einer Absage noch ein weiteres Worst-Case-Szenario: Sollte die Kapazität für das Rennen verkleinert werden müssen, sollen Ticketinhaber ihr Geld zurückbekommen.

Was bisher unklar ist

Wie viele sich angesteckt haben, kann noch niemand sagen

Auch wenn täglich weitere Infizierte gemeldet und in den Statistiken der WHO aufgenommen werden: Niemand weiß, wie viele Menschen sich tatsächlich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben. Das liegt auch daran, dass viele Menschen mit milden Symptomen gar nicht erst zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gehen. Natürlich tauchen sie dann auch in keiner Statistik auf. Und nicht jeder, der dieser Tage mit Symptomen einer Grippe oder Bronchitis zum Arzt geht, kann und soll nach den aktuellen Regelungen auf den neuen Erreger getestet werden. Experten wie Christian Drosten, Virologe an der Charité in Berlin und Entdecker des neuen Virus, gehen davon aus, dass noch wesentlich mehr Menschen infiziert sind als bisher bekannt.

Ein Team der Uni Hongkong (The Lancet: Wu et al., 2020) hat in einem Szenario unter Berücksichtigung der bisher bestätigten Fälle, des Flugverkehrs und der Verkehrsströme in Zentralchina hochgerechnet, dass sich im Großraum Wuhan bis zum 25. Januar mehr als 75.000 Menschen infiziert haben könnten. Allerdings ist so eine Berechnung zum jetzigen Zeitpunkt mit vielen Unsicherheiten verbunden. Da wenig über das neue Virus bekannt ist, konnten die Forscher ihr Computermodell nur mit groben Annahmen füttern. "Wie stark sich das Virus ausbreiten wird, hängt entscheidend davon ab, wie sich die Quarantänemaßnahmen in China auswirken", sagt der Hamburger Virologe Schmidt-Chanasit. Würden sie wirklich so streng eingehalten, wie vielfach berichtet wird, halte er es für möglich, den Ausbruch einzudämmen. "Aber es ist schwer, abzuschätzen."

Dänemark macht Schulen und Kitas wegen Coronavirus für zwei Wochen dicht

  Dänemark macht Schulen und Kitas wegen Coronavirus für zwei Wochen dicht Angesichts einer rasanten Ausbreitung des Coronavirus schließt Dänemark für zwei Wochen Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen. Kitas, Schulen und Universitäten schließen ab Montag für zwei Wochen. Frederiksen bat allerdings Eltern, die es ermöglichen können, ihre Kinder bereits in dieser Woche zu Hause zu behalten.Die dänische Regierung plant zudem Ansammlungen von mehr als hundert Menschen zu untersagen. Ein entsprechendes Gesetz soll nach Möglichkeit noch in dieser Woche verabschiedet werden. In Dänemark war der erste Coronavirus-Fall Ende Februar bei einem Italien-Urlauber festgestellt worden.

Wie tödlich das Virus ist, wird weiter erforscht

Um herauszufinden, wie hoch die Mortalität durch eine Infektion mit 2019-nCoV ist, muss man zwei Dinge wissen: Erstens: Wie viele Menschen sind infiziert? Und zweitens: Wie viele überleben den Infekt? Auf beides gibt es noch keine sichere Antwort. Bisher verfügbare Daten lassen vermuten, dass rund zwei Prozent der Infizierten sterben. Und dieser Anteil bezieht sich auf die nachgewiesenen Fälle. "Die zwei Prozent sind bisher erstaunlich stabil", sagte Schmidt-Chanasit im Gespräch mit ZEIT ONLINE. Er habe erwartet, dass die Zahl schon früher sinken werde. Dass es nicht der Fall ist, liege aber auch daran, dass noch nicht alle Tests ausgewertet seien. Das könne zu einer Überschätzung der Sterblichkeit führen. Experten erwarten, dass sich die zwei Prozent Sterblichkeit im Laufe des Ausbruchs noch deutlich verringern werden, je mehr Personen getestet werden – denn unter ihnen werden auch viele mit mildem Verlauf sein, die ansonsten nicht statistisch erfasst worden wären. Das bedeutet auch: Wegen der hohen Dunkelziffer unentdeckter Fälle wird die tatsächliche Todesrate sehr wahrscheinlich noch kleiner sein.

Gut möglich, dass der Ausbruch im November losging

Die chinesischen Behörden meldeten Ende Dezember 2019 die ersten Fälle der neuartigen Lungenkrankheit an die Weltgesundheitsorganisation WHO. Allerdings berichten chinesische Wissenschaftler, dass mindestens ein Patient schon am 1. Dezember positiv auf das neue Virus getestet wurde (The Lancet: Huang et al. 2020). Er könnte sich somit bereits im November angesteckt haben. Dazu passt, dass sich bislang untersuchte Virusproben genetisch stark ähneln, das heißt, sie gehen sehr wahrscheinlich auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Forscherinnen und Forscher schließen daraus, dass dieses Virus bei einem einzigen Ereignis im November oder Dezember auf einen Menschen übergesprungen sein könnte und seitdem von Mensch zu Mensch übertragen wird. Es könnte also sein, dass die Epidemie früher begann als vielfach berichtet.

Italiens Polizei darf Bevölkerung nun mit Drohnen überwachen

  Italiens Polizei darf Bevölkerung nun mit Drohnen überwachen Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus darf die italienische Polizei die Bevölkerung nun mit Drohnen überwachen. Italien ist weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen - fast 5500 Menschen starben bereits an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet. Die Regierung reagierte mit einer strikten Ausgangssperre.jep/noeMehr auf MSN require(["binding"], function (binding) { binding("wcVideoPlayer", "#video_player_6b230aaf-cc69-46ef-b490-6ad9ae5d306f").

Patient null muss sich nicht auf dem Markt infiziert haben

Der erste Mensch, der sich an einem Tier ansteckte, muss sich das Coronavirus nicht auf dem Huanan Seafood Market eingefangen haben. Auf solchen Märkten werden lebende Tiere angeboten, unter anderem Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, aber auch wilde Vögel, Ratten oder Schlangen. Was genau auf dem Markt in Wuhan verkauft wurde, ist unklar – genauso, ob er der Ursprungsort des Ausbruchs war. Sicher ist: Der Markt hat eine zentrale Rolle gespielt: Von 99 Patienten, die zu Beginn des Ausbruchs in Wuhan wegen einer Infektion mit dem Coronavirus behandelt wurden, hatten 49 Kontakt zu dem Markt (The Lancet: Chen et al., 2020). Die meisten hatten dort gearbeitet, etwa als Verkäufer oder Managerinnen. Experten halten es für möglich, dass der Markt nicht der Ort ist, an dem die erste Tier-Mensch-Übertragung geschah. Der Patient, der bereits am ersten Dezember positiv auf 2019-nCoV getestet wurde, hatte zum Beispiel wohl keinen Kontakt zu dem Markt. "Möglich wäre etwa, dass ein Tier geschlachtet wurde und Teile davon auf dem Markt verkauft wurden, Teile aber woanders", sagt Schmidt-Chanasit. So wäre es möglich, dass eine Person sich woanders ansteckte und weitere Personen sich auf dem Markt infizierten. Dass ein Mensch das Virus dorthin eingeschleppt und dann erst weitere Menschen oder gar Tiere angesteckt hat, sei hingegen nicht plausibel. Wer Patient null des Ausbruchs ist, bleibt also unklar – genauso, ob dieser sich auf dem Markt infizierte.

Ob Fledermäuse Menschen direkt infizierten, ist unklar

Sicher ist, dass große Teile des Virenerbguts mit Viren, die Fledermäuse anstecken, identisch sind. Die bisherigen Ergebnisse sprächen zumindest nicht dagegen, dass das Virus direkt von Fledermäusen auf Menschen übergesprungen sein könnte, sagte Virologe Schmidt-Chanasit. Es könne aber auch einen Zwischenwirt gegeben haben – eine weitere Tierart also, die sich an Fledermäusen ansteckte und dann wiederum Menschen infizierte. Im Fall von Sars und Mers gab es jeweils einen solchen Zwischenwirt. Bei Sars waren es Schleichkatzen, bei Mers Dromedare. Die chinesischen Forscherinnen und Forscher um Lu gehen auch in diesem Fall davon aus. Sie schreiben: "Obwohl unsere Stammbaumanalysen nahelegen, dass Fledermäuse der ursprüngliche Wirt dieser Viren sind, könnte ein Tier, das auf dem Fischmarkt in Wuhan verkauft wurde, als Überträger fungiert haben." Das Team schreibt in seiner Arbeit auch, dass auf dem Markt in Wuhan keine Fledermäuse verkauft worden seien, ohne dafür allerdings eine Quelle zu nennen (The Lancet: Lu et al., 2020).

Niemand kennt den möglichen Zwischenwirt

Sollte es einen Zwischenwirt gegeben haben, so müsse es sich dabei um ein Säugetier handeln, sagt Schmidt-Chanasit. Das Immunsystem eines Reptils – zum Beispiel einer Schlange – sei dem der Fledermaus und dem des Menschen nicht ähnlich genug, dass eine Übertragung durch Schlangen plausibel sei. "Der Barrieresprung von einer Fledermaus auf eine Schlange und dann auf den Menschen wäre zu groß", sagt der Virologe. "Das ist absolut unwahrscheinlich." Die genaue Tierart kenne man aber noch nicht, man kann sie auch nicht einfach aus dem Viruserbgut herauslesen. Eine Möglichkeit wäre, Tiere in der Region Wuhan auf Viren zu testen und zu untersuchen, wie ähnlich sie den Proben aus den Patienten sind. Es kann aber auch sein, sagt Schmidt-Chanasit, dass ein möglicher Zwischenwirt nur kurz infiziert war. "Nicht alle Tiere dieser Art müssen den Erreger tragen." Das mache es umso schwerer, den möglichen Zwischenwirt zu identifizieren. Es könne auch sein, dass man es niemals herausfindet.

Blut, Sperma oder Fäkalien als Übertragungsweg sind nicht ausgeschlossen

Neben der Infektion durch Tröpfchen beim Niesen oder Husten wäre auch denkbar, dass man sich über andere Körperflüssigkeiten infiziert. Zumindest konnten auch in den Exkrementen mancher Infizierter Überreste des Erbguts des Erregers nachgewiesen werden, etwa in Stuhlproben (New England Journal of Medicine: Holshue et al., 2020). Die Ansteckung über Fäkalien scheint aber, wenn überhaupt, im Vergleich zur der über Tröpfchen eine deutlich kleinere Rolle zu spielen. Anders als bei Sars scheinen beim neuen Coronavirus weniger Menschen unter Durchfall zu leiden: Bei Sars waren es wohl zehn bis 20 Prozent. Von 99 Patienten, die in einer Klinik in Wuhan wegen des neuen Coronavirus behandelt wurden, hatten nur zwei Durchfall (The Lancet: Chen et al., 2020). "Zudem bedeutet ein positiver Virusnachweis im Stuhl oder Analabstrich nicht zwangsläufig, dass das Virus noch gelebt hat und andere dadurch infizieren könnte", gibt Virologe Schmidt-Chanasit zu bedenken. Dieser Nachweis stehe noch aus. Allerdings sei es möglich, dass sich 2019-nCoV nicht nur in der Lunge, sondern auch im Darm und in anderen Teilen des Körpers vermehren könnte. "Auch das wäre nicht ungewöhnlich." Feststellen könne man das, indem man bei Autopsien die Gewebe der infolge des Virus verstorbenen Patienten untersuche. Auch Peter Collignon, Medizinprofessor an der Uni Canberra, hält eine Ansteckung über den Magendarmtrakt nicht für ausgeschlossen. Der Nachrichtenplattform Bloomberg sagte er: "Wir müssen unvoreingenommen sein."

Unbekannt ist, in welchen Phasen Infizierte ansteckend sind

Ob Personen schon während der Inkubationszeit andere Menschen anstecken können, obwohl sie selbst noch gar keine Beschwerden haben, könnte darüber entscheiden, wie der Ausbruch weitergeht. Zwar lässt der erste Fall in Deutschland darauf schließen, dass es so sein könnte. Während einer Geschäftsreise soll eine Chinesin einen Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Bayern infiziert haben, obwohl sie noch keine Symptome bemerkte (The New England Journal of Medicine: Rothe et al., 2020). Auch der Angesteckte soll weitere Personen noch in der Inkubationszeit infiziert haben. Zudem hatten auch Infizierte, nachdem es ihnen besser ging, noch eine hohe Viruslast im Auswurf. Allerdings ist nicht sicher, in welchem Maße diese Beobachtungen an einzelnen Patienten für den Ausbruch generell gelten. Die WHO geht allerdings auf Basis der bisherigen Daten davon aus, dass das Virus hauptsächlich durch Infizierte verbreitet wird, die auch Beschwerden haben.

Hier mehr zum neuen Coronavirus, seinem möglichen Ursprung und zur Epidemie.

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