Wissen & Technik Kritik am deutschen Bildungssystem: Durchlässig, aber nicht gerecht

00:10  14 februar  2020
00:10  14 februar  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

Peter Maffay lässt die Kritik an seiner späten Vaterschaft kalt

  Peter Maffay lässt die Kritik an seiner späten Vaterschaft kalt Am Wochenende (14. Dezember) lief die exklusive Dokumentation 'Peter Maffay: für immer jung' auf RTL II, in der der Rockstar (70) anlässlich seines 50. Bühnenjubiläums Einblick in seine eindrucksvolle Karriere sowie in sein Privatleben gibt. Zwei Jahre lang hatte ihn ein Kamerateam für die Doku begleitet und war bei der Entstehung seines neuen Albums 'Jetzt!' ebenso wie bei der Geburt von Tochter Anouk vor einem Jahr dabei. Peter Maffay stört sich nicht an der Kritik Dass Peter Maffay im Alter von 69 Jahren noch einmal Papa geworden ist, sorgte in der Öffentlichkeit für Diskussionen und auch kritische Stimmen.

Wie Schulen soziale Ungleichheit zementieren: Der Erziehungswissenschaftler Aladin El-Mafaalani zerpflückt den deutschen „Mythos Bildung“.

Und damit verantwortlich. Was auch immer am Ende dieses Untersuchungsausschusses herauskommt – die Geschichte ist ein Lehrstück darüber, wie notwendiger Reformeifer zu Kompetenz- und Machtmissbrauch führen Kritik am deutschen Bildungssystem : Durchlässig , aber nicht gerecht .

Szene aus einem Musik- und Tanz-Projekt an einer Berliner Ganztagsgrundschule. © Foto: Kitty Kleist-Heinrich Szene aus einem Musik- und Tanz-Projekt an einer Berliner Ganztagsgrundschule.

Wie Schulen soziale Ungleichheit zementieren: Der Erziehungswissenschaftler Aladin El-Mafaalani zerpflückt den deutschen „Mythos Bildung“.

Aladin El-Mafaalani hat den besonderen Blick fürs Paradoxe. Der Erziehungswissenschaftler und Soziologe hat mit seinem ersten Buch „Das Integrationsparadox“ einen Bestseller gelandet, jetzt hat er sich ein anderes Thema vorgenommen, das ebenfalls voller Widersprüche steckt. „Mythos Bildung. Die ungerechte Gesellschaft, ihr Bildungssystem und seine Zukunft“ lautet der Titel seines neuesten Werkes, das am heutigen Donnerstag erscheint. Und wo entdeckt er es diesmal, das Paradox?

"Jetzt geht das Turnier los" - Bitter will Reset-Knopf drücken

  Nationaltorhüter Johannes Bitter hat nach der Ankunft der deutschen Handballer am Hauptrunden-Spielort Wien einen Neustart ausgerufen. Jetzt aktuelle Handball-Fanartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE "Wir hoffen, dass es jetzt unser Reset-Knopf wird", sagte Bitter am Dienstagnachmittag: "Ich bin froh, dass wir aus Trondheim weg sind. Irgendwie lag da eine Last auf unseren Schultern. Wir haben noch Luft nach oben, das wissen wir alle. Aber jetzt geht das Turnier erst richtig los."Bitter ist von den Qualitäten des Teams weiterhin überzeugt.

Das Bildungssystem in Deutschland ist fünfstufig. Die fünf Stufen sind die Primarstufe, die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II, der tertiäre und der quartäre Bereich, zu dem vorwiegend die Weiterbildungsangebote gehören, beispielsweise beruflicher Anbieter oder der Volkshochschule.

„Unser Bildungssystem ist durchlässig “. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek über Unser Bildungssystem ist durchlässig . Die offenen Türen werden aber nicht immer gesehen. Können Sie so das deutsche Bildungssystem auch gerechter machen? Auf jeden Fall erhöhen wir die

Gelungene Integration, so lautete die Grundthese seines vieldiskutierten Titels von 2018, ist notwendigerweise mit einer Zunahme von Konflikten verbunden. El-Mafaalani, Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Uni Osnabrück, benutzte dafür das Bild vom Tisch, an dem plötzlich nicht nur weiße Männer sitzen, sondern auch Frauen, Migranten und andere benachteiligte Gruppen, die bisher sinnbildlich auf dem Boden hocken mussten.

Alle wollen teilhaben und sich beteiligen, das führt aber nicht zu allgemeiner Glückseligkeit, sondern im Gegenteil zu Verteilungskämpfen. Die „Neuen“ möchten nicht nur ein Stück vom Kuchen abhaben, nach kurzer Zeit wollen sie auch das Rezept des zu verteilenden Kuchens mitbestimmen.

Gesetzentwurf zur Ausweissicherheit: Seehofer will Passfotos aus dem Fotostudio weiter erlauben

  Gesetzentwurf zur Ausweissicherheit: Seehofer will Passfotos aus dem Fotostudio weiter erlauben Die Kritik hat gefruchtet: Nun bestätigt auch der Bundesinnenminister, dass Passbilder künftig doch nicht ausschließlich vom Amt kommen sollen. © Foto: picture-alliance/ dpa Anleitung für Passbilder: Auch künftig sollen die Bilder nun von Fotografen kommen dürfen. Nach Kritik von Fotografen und Verbänden will das Bundesinnenministerium nun doch nicht vorschreiben, dass Passfotos nur noch im Bürgeramt aufgenommen werden dürfen. „Bei der Sicherheit unserer Identitätsdokumente machen wir keine Kompromisse.

Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen (UN) Vernor Muñoz hat gestern vor dem UN-Menschenrechtsrat seine scharfe Kritik am deutschen Schulsystem bekräftigt. Nach seiner Auffassung werden vor allem arme, ausländische und behinderte Kinder benachteiligt.

Wir können es nicht zu 100% sagen, was uns in der Zukunft erwartet, aber wir sind uns alle einig, dass sich vieles ändern wird. Wo kann man anfangen, die

Paradoxerweise ist gelungene Integration also mit mehr Reibung und Streit verbunden, denn: „Man ist sich nähergekommen.“ Immerhin! Denn die Alternative – die am Tisch bleiben unter sich, die auf dem Boden kommen niemals hoch – kann man sich auch nicht ernsthaft wünschen.

Höhere Bildungsabschlüsse, doch der Abstand bleibt bestehen

El-Mafaalani kennt das deutsche Bildungssystem aus vielen Perspektiven, als Schüler, Student, Berufsschullehrer, Hochschullehrer, Ministerialbeamter, Bildungsforscher und als Vater. Das Kernproblem des deutschen Bildungswesens ist für ihn seine Ungerechtigkeit: Es reproduziert soziale Ungleichheit. Arme Kinder – ob mit oder ohne Migrationshintergrund, insgesamt rund 20 Prozent aller Kinder in Deutschland – haben noch immer deutlich schlechtere Chancen, ihre Talente werden nicht erkannt.

Und siehe da, ein Paradox: „Das deutsche Bildungssystem ist heute insgesamt deutlich durchlässiger als früher. Paradoxerweise führt ein Mehr an Durchlässigkeit nicht zu weniger Bildungsungleichheit, dafür aber zu neuen Problemen.“

Handball-EM - Stefan Kretzschmar ätzt gegen Journalisten: "Ihr habt keine Eier in der Hose"

  Handball-EM - Stefan Kretzschmar ätzt gegen Journalisten: Stefan Kretzschmar hat die deutschen Journalisten wegen des Umgangs mit der Kritik von Daniel Stephan an Bundestrainer Christian Prokop attackiert. © getty Stefan Kretzschmar hat gegen die deutschen Journalisten geätzt. "Ich finde es so heuchlerisch, wie alle Journalisten jetzt Daniel Stephan vor das Loch schieben und als Schutzschild nutzen. Ihr habt alle keine Eier in der Hose, eure Fragen und Meinungen direkt und persönlich zu formulieren", schrieb "Kretzsche" bei Facebook.

Wie Millionen Deutsche war Kanzlerin Angela Merkel noch nie bei einer Tafel, will jetzt aber bald nach Essen fahren. Wie viele andere hat sie die Entscheidung des dortigen Tafel-Chefs Sartor kritisiert. Er will, dass vorerst nur noch Deutsche neue Zugangskarten bekommen.

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Die Bildungsexpansionen in den letzten 60 Jahren haben nach El-Mafaalanis Analyse die soziale Benachteiligung zum Teil sogar verschärft: Da immer mehr Jugendliche Abitur machen und studieren, haben einfache und mittlere Bildungsabschlüsse an Wert verloren, sie garantieren keinen sicheren Platz in der Gesellschaft mehr.

Gleichzeitig haben sich im sozialen „Unten“ solidarische Strukturen aufgelöst: „Wer heute scheitert, ist vermeintlich selbst schuld.“ Aber wenn von 100 Akademikerkindern 79 studieren, von 100 Nicht-Akademikerkindern dagegen nur 27 und nur zwölf, wenn beide Eltern ohne Berufsabschluss sind, dann kann das nicht nur mit individuellen Vorlieben und Talenten zu tun haben.

Abgesehen davon sieht er einen „Fahrstuhleffekt“: Wenn alle von unterschiedlichen Startpunkten aus eine Etage höher fahren (einen höheren Bildungsabschluss erwerben), bleibt der Abstand zwischen den Gruppen dennoch gleich.

Zusätzliche Angebote nehmen vor allem Privilegierte wahr

Wie auch immer man „Bildung“ definiert – als Ansammlung von wirtschaftlich verwertbaren Kompetenzen oder als umfassende Persönlichkeitsentwicklung –, beide Perspektiven haben El-Mafaalani zufolge eines gemeinsam: Sie sind weitgehend blind für soziale Ungleichheiten. Solange das so ist, könnten auch gutgemeinte Maßnahmen wie der Ausbau der frühkindlichen Erziehung keine ausgleichende Wirkung entfalten. Denn die zusätzlichen Angebote werden vor allem von privilegierten Familien angenommen, ihre Kinder profitieren stärker davon, so dass sich der Abstand zu den benachteiligten Kindern sogar noch vergrößert.

Senderwechsel | Handball-EM: Deutsche Mannschaft auf One

  Senderwechsel | Handball-EM: Deutsche Mannschaft auf One Wintersport oder Handball-EM? Diese Frage mussten sich nun die Programmleiter der ARD stellen. Letzteres hat nun den Kürzeren gezogen und muss auf einen anderen Sender ausweichen. Die deutsche Mannschaft spielt am Samstag um 16 Uhr gegen Portugal um Platz 5 der Handball-Europameisterschaft. Statt in der ARD wird das Spiel nun auf dem Spartensender One übertragen, da der Wintersport Vorrang hat.

Das deutsche Bildungssystem besteht aus fünf Stufen: Primarbereich, Sekundarstufe I Das deutsche Bildungssystem besteht aus fünf Stufen. Die Bildungssysteme anderer Länder unterscheiden Weiterführende Links. Kritik am deutschen Bildungssystem Übersicht deutsches

Jürgen Kaube über Ungleichheit und Ungleichbehandlung im Bildungssystem . Es werden darin zudem Aussagen zur deutschen Konjunkturentwicklung und zur Steuerpolitik gemacht. Auch sei das deutsche Schulsystem nicht durchlässig . Geringe Studentenzahlen.

Soweit also einige Paradoxien des Bildungswesens, die der Autor gewohnt klarsichtig schildert. Und wo steckt der im Buchtitel erwähnte „Mythos“? Vor allem hier: Bildung werde überschätzt, schreibt El-Mafaalani, sie werde als Allheilmittel betrachtet. Zu Unrecht: „Mir fällt kein in Deutschland relevantes Problem ein, für das Bildung eine Lösung sein könnte.“

Weder sei sie eine Lösung für den Klimawandel – gebildete, also tendenziell reichere Menschen verbrauchen mehr CO2 – noch wirke sie gegen den Rechtsruck: Akademiker sind unter Populisten und Extremisten überrepräsentiert.

Wenn Bildung aber gar nichts Positives bewirken, gar kein gesellschaftliches Problem lösen könnte, bräuchte man auch keine Bücher darüber zu schreiben. El-Mafaalani glaubt sehr wohl, dass ein verändertes Bildungssystem soziale Ungleichheit verringern und alle Kinder besser auf eine ungewisse Zukunft vorbereiten könnte. Und er hat dazu eine Reihe von Vorschlägen, die zwar nicht neu, aber selten so konsequent in Bezug auf soziale Ungleichheit durchgespielt worden sind.

Massiv in Kitas und Grundschulen investieren

Beginnen sollte der Wandel in den sozialen Brennpunkten und dort, wo Benachteiligung am wirksamsten bekämpft werden kann, weil alle Kinder erreicht werden: an Kitas und Grundschulen. Hier sind massive Investitionen erforderlich. Kitas, Grundschulen und die Sekundarstufe I sind in Deutschland im OECD-Vergleich nämlich unterfinanziert. Dagegen liegen die Ausgaben für die Sekundarstufe II – die nicht mehr alle Kinder erreicht – deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Norwegen Dritter - Sagosen Torschützenkönig mit Bestmarke

  Norwegen Dritter - Sagosen Torschützenkönig mit Bestmarke Norwegen hat sich nach dem verpassten Titel bei der Handball-EM mit Bronze getröstet und auf direktem Weg das Ticket für die Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten gelöst. Das Team um Topstar Sander Sagosen setzte sich am Samstag in Stockholm im Spiel um Platz drei gegen Slowenien souverän mit 28:20 durch. © imago images Steuerte stolze 65 Treffer zu EM-Bronze bei: Norwegens Topstar Sander Sagosen. © imago images Steuerte stolze 65 Treffer zu EM-Bronze bei: Norwegens Topstar Sander Sagosen.

Ob wir uns wohlfühlen oder nicht : Wir sind wehrlos. Hilflos. Und damit wir diesen Irrsinn ertragen oder aushalten, verlieren wir all das, was dabei hinderlich ist: Gefühle, Hilfsbereitschaft, Selbstbewusstsein, Mitgefühl, Neugier. Diesen Inhalt per E-Mail versenden. Kritik am Bildungssystem .

UN- Kritik an deutschem Bildungssystem . Nach einer zehntägigen Informationsreise durch deutsche Kindergärten, Schulen und Hochschulen zog Kernpunkte der Kritik : die zu frühe Auslese an den deutschen Schulen, der Bildungsföderalismus, die Integration von Ausländerkindern und der enge

Zentral ist dabei der Ausbau der Ganztagsschulen. Multiprofessionelle Teams aus Bereichen wie Gesundheit, Soziales, Psychologie, Kunst und Kultur sollen ein anregendes Programm entwickeln, damit alle Kinder „alles erleben können was die Welt zu bieten hat“, von Botanik, Kochen und Theater bis zum Erlernen eines Musikinstruments. Denn privilegierte und nicht-privilegierte Kinder unterscheiden sich vor allem in ihren Lebenswelten und Erfahrungshorizonten – diese Unterschiede kann Unterricht alleine gar nicht ausgleichen. Unter anderem deswegen sind auch die Einbindung der Eltern und Mentorenprogramme so wichtig.

Die Lehrkräfte ihrerseits sollen sich auf den Unterricht konzentrieren können und nicht mit Aufgaben wie Sozialarbeit und ständigen Reformen überfordert werden. Offene Unterrichtskonzepte, bei denen die Lehrkraft als „Coach“ auftritt, seien für benachteiligte Kinder oft gar nicht sinnvoll – denn sie haben nicht gelernt, selbstdiszipliniert und mit eigenen Fragen an Themen heranzugehen.

Das oft besungene Idealbild einer Schule, in der „die Kinder frei und selbstgesteuert die Welt entdecken sollen und die Lehrkräfte nur noch Begleiter auf dem Weg zur Selbstentfaltung und zur Aneignung der Welt sind“, teilt El-Mafaalani nicht. Dieses Ideal, das die gesellschaftlichen Kontexte und Privilegien nicht berücksichtigt, sei voller blinder Flecken.

El-Mafaalani fordert keine Revolution

Unverzichtbar ist für ihn allerdings eine „ungleichheitssensible Selbstreflexion“: Lehrkräfte sollen sich darüber klar werden, wie sehr die soziale Herkunft sie selbst und die Kinder prägt. Das ist nicht ganz einfach, denn die Wissenschaft hat sich in den Jahrzehnten seit dem Pisa-Schock vor allem auf Bildungstests und Vergleichbarkeit konzentriert.

Watzke kritisiert Özil: "Kann nicht mit der Rassismus-Keule kommen"

  Watzke kritisiert Özil: Auf dem Sportbusiness-Event SPOBIS in Düsseldorf fand Borussia Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke klare Worte für den Nationalmannschafts-Rücktritt von Mesut Özil nach der enttäuschenden WM 2018."Er hat kein gutes Turnier gespielt und wurde deswegen kritisiert", sagte Watzke mit Blick zurück auf die für Deutschland unglücklich verlaufene WM-Endrunde 2018 in Russland, "am Ende des Tages dann zu sagen, dass ich wegen Rassismus schlechter behandelt werde, das geht nicht.

Das deutsche Bildungssystem ist ungerecht. Dort treffen Unterschiede aufeinander: Menschen haben unterschiedliche Ausgangsbedingungen, werden von zuhause aus unterschiedlich unterstützt. Verschiedene soziale Hintergründe treffen in Bildungseinrichtungen aufeinander.

09:48 Kritik am deutschen Bildungssystem Durchlässig , aber nicht gerecht . 09:48 Wenn Freunde unangenehme Videos und E-Mails schicken Soll ich meinen Bekannten sagen, dass ihre Nachrichten peinlich sind?

Sie gebe viel zu wenig Hilfestellung dabei, wie man Talente von benachteiligten Kindern entdeckt und entwickelt.

El-Mafaalani fordert keine Revolution in Unterricht oder Schulsystem. Er möchte weder das Gymnasium noch den Bildungsföderalismus abschaffen, sondern plädiert für ein zweigliedriges Sekundarstufensystem, in dem jede Schule jeden Abschluss ermöglicht, wie es in Berlin ja weitgehend der Fall ist.

Eher für Insider des Bildungswesens

Sein Pragmatismus in dieser Hinsicht ist wohltuend. „Ideologische Auseinandersetzungen führen nicht weiter – die Ausstattung der einzelnen Schule, die Kooperationen mit Eltern und anderen Akteuren sind um ein Vielfaches entscheidender als abstrakte Systemfragen.“

Wer „Das Integrationsparadox“ gerne gelesen hat, mag „Mythos Bildung“ passagenweise selbst etwas abstrakt finden: El-Mafaalani stützt sich im Wesentlichen auf Studien und Zahlen, konkrete Beispiele von Menschen oder Schulen oder auch persönliche Erlebnisse sind selten – das Buch ist eher für Insider des Bildungswesens geschrieben als etwa für Eltern.

Am Ende ist jedoch klar: Wenn die soziale Ungleichheit abgebaut wird, wird uns auch das nicht zu einer harmonischen Gesellschaft machen. Sobald nämlich die Teilhabechancen für Kinder aus benachteiligten Milieus steigen, sitzen noch mehr Menschen am Tisch, das Konfliktpotenzial steigt – und damit die Notwendigkeit, faires Streiten zu lernen. Und da haben wir es wieder, das Paradox, mit dem wir leben müssen.

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