Wissen & Technik Kochende Hölle: Endet die Erde wie die Venus?

19:00  17 februar  2020
19:00  17 februar  2020 Quelle:   weltderwunder.de

Zombie-Asteroid spuckt explodierende Steine

  Zombie-Asteroid spuckt explodierende Steine Zombie-Asteroid spuckt explodierende Steine . Keiner weiß wieso. © iStock Zombie-Astero Er hört auf den harmlos klingenden Namen "Bennu". Dennoch benimmt er sich eher ungewöhnlich und rebellisch. Gemeint ist ein Asteroid, der seine Kreisbahnen in der Nähe der Erde zieht und dabei aus unerfindlichen Gründen explodierende Steine spuckt. Die NASA rätselt. Der Grund für das ungewöhnliche Spektakel ist nicht bekannt. Seit einem Jahr beobachtet ein Raumschiff der Raumfahrtbehörde das Phänomen.

Kein Planet ist der Erde ähnlicher als die Venus . Forscher vermuten sogar, dass es hier einst große Wasservorkommen und vielleicht sogar Leben gab. Somit war der Treibhauseffekt, der unseren Schwesterplaneten in eine kochende Hölle verwandelt, noch weniger stark.

Kochende Hölle : Endet die Erde wie die Venus ?

Venus © iStock-3quarks Venus

Kein Planet ist der Erde ähnlicher als die Venus. Forscher vermuten sogar, dass es hier einst große Wasservorkommen und vielleicht sogar Leben gab. Warum hat sich der erdähnliche Planet so entwickelt? Und wird unserer Erde das gleiche Schicksal drohen?

Sie ist der Erde näher als jeder andere Planet – die Venus. Ihre Größe, Masse und Zusammensetzung ähnelt unserer Erde so sehr, dass sie auch als unsere kleine Schwester bezeichnet wird. Ein achtzig Kilogramm schweres Wesen beispielsweise würde auf der Venus mit 72 Kilogramm nur unwesentlich weniger wiegen.
 

Doch auf dem Planeten mit dem göttlichen Namen herrschen lebensfeindliche Bedingungen: 460 Grad Celsius Oberflächentemperatur und ein Luftdruck wie in tausend Metern Meerestiefe verhindern jegliches Leben. Darüber hinaus ist die Venus von Vulkanen überzogen; manche von ihnen sind Giganten mit bis zu 8.000 Metern Höhe und einem Basisdurchmesser von 700 Kilometern, was der Entfernung Hamburg-München entspricht. Forscher vermuten, dass die Vulkane über Jahrmillionen Tonnen von Kohlendioxid und Schwefel ausstießen und damit die dicke Atmosphäre der Venus schufen. Heute ist unser Schwesterplanet von einer undurchdringlichen Wolkenhülle umgeben, die 95 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes reflektiert. Die verbleibenden Sonnenstrahlen reichen jedoch immer noch aus, um sie auf lebensfeindliche Temperaturen aufzuheizen.

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Trotzdem zeichnen sich erste Symptome wie die Entstehung von Geheimratsecken und Stirnglatzen meist zuerst ab. Wer sich allerdings von einer frühen Erkennung eine schnelle Bekämpfung verspricht, wird enttäuscht werden, denn: Präventive Kochende Hölle : Endet die Erde wie die Venus ?

Planet der Affen´, mit Charlton Heston in einer Hauptrolle, wartete mit einer immens spannenden Frage auf: Was wäre, wenn nicht der Mensch, sondern der Affe die am weitesten entwickelte Spezies auf Erden wäre? Kochende Hölle : Endet die Erde wie die Venus ?

Wie die Venus ihr Wasser verliert

Heute gibt es auf der Venus kaum Wasser. Forscher vermuten jedoch, dass das vor Jahrmillionen Jahren anders war. Aus Daten der Raumsonde "Venus Express" schlossen sie, dass unser Schwesterplanet im Lauf der Zeit einen großen Teil seines Wassers an das Universum abgegeben hat. Grund dafür ist die UV-Strahlung der Sonne, denn sie spaltet die Wassermoleküle in der Venusatmosphäre, und die verbleibenden Wasserstoff- und Sauerstoffatome entweichen als Gas ins All. In den oberen Schichten der Atmosphäre fand "Venus Express" außerdem eine schwere Form von Wasserstoff, Deuterium genannt, ebenfalls ein Hinweis auf frühere Vorkommen.
 
Gab es also einst Ozeane auf der Venus? Eric Chassefière von der Université Paris-Sud glaubt nicht daran: Seinen Berechnungen zufolge kam Wasser auch vor Jahrmillionen bereits nur in der Venusatmosphäre vor. Andere Forscher halten dagegen, dass sich diese beiden Möglichkeiten nicht ausschließen. Durch die Kollision mit einem Kometen könnte zusätzliches Wasser auf die Venus gekommen sein, das dann kleinere Ozeane schuf. Sollte es tatsächlich größere Wasservorkommen gegeben haben, so könnte die Venus einst ein bewohnbarer Planet ähnlich der Erde gewesen sein.

Die Venus war nicht immer so heiß

Hinzu kommt, dass es auf unserem Nachbarplaneten nicht immer so heiß war wie heute. In den ersten Milliarde Jahren nach ihrer Entstehung strahlte die Sonne noch nicht so intensiv wie heute. Außerdem war die Wolkenhülle, die die Venus umgibt, weniger dicht. Somit war der Treibhauseffekt, der unseren Schwesterplaneten in eine kochende Hölle verwandelt, noch weniger stark. Für einen geologisch gesehen kurzen Zeitraum hätte es also Ozeane und damit die Voraussetzungen für die Entstehung von Leben geben können. Doch ist dieses Leben heute völlig vernichtet? Oder gibt es Organismen, die sich an die extremen Bedingungen angepasst haben?
 

Tatsächlich gibt es Daten, die zumindest die Existenz von Bakterien auf der Venus vermuten lassen. Die Sonde "Pioneer Venus 2" entdeckte bei ihrer Erkundungstour kleine Partikel, die Mikroorganismen ähneln. Auch die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre könnte ein Indiz für Leben sein: Wissenschaftler konnten darin beispielsweise Carbonylsulfid nachweisen, das entsteht, wenn Sonnenlicht auf schwefelhaltige organische Verbindungen trifft. Möglicherweise gab es also einst auf der Venus Leben, das durch die hohen Temperaturen auf der Planetenoberfläche nach und nach in die kühlere Atmosphäre verdrängt wurde. Hier herrschen erträglichere Bedingungen, und auch der Druck ist weniger stark. Bisher ist es allerdings noch keiner Raumsonde gelungen, darüber genauere Daten zu liefern. Wenn geklärt werden kann, warum aus unserem Schwesterplanet eine lebensfeindliche Hölle wurde, dann gibt es Aufschlüsse darüber, ob unserer Erde das gleiche Schicksal drohen könnte.

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Noch in den 60er Jahren glaubte man, dass es auf der Venus so aussehen könnte wie auf der Erde vor vielen Millionen Jahren - ein Treibhaus mit Dschungel und Sauriern. Doch dann fand man heraus: In Wirklichkeit ist die Venus die reinste Hölle (1999).

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