Wissen & Technik Forscher entdecken erstmals Sauerstoff außerhalb der Milchstraße

13:10  25 februar  2020
13:10  25 februar  2020 Quelle:   spiegel.de

Astronomen entdecken mit „Hubble“-Teleskop gewaltige „Godzilla-Galaxie“

  Astronomen entdecken mit „Hubble“-Teleskop gewaltige „Godzilla-Galaxie“ New York. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat mithilfe des „Hubble“-Weltraumteleskops eine gewaltige „Godzilla-Galaxie“ erspäht. Es handelt sich möglicherweise um die größte bekannte Galaxie im näheren Universum. © B. Holwerda Die undatierte Aufnahme des Hubble-Teleskops zeigt die riesige Spiralgalaxy UGC 2885. Das teilte das Space Telescope Science Institute im US-Bundesstaat Maryland mit. Die Galaxie mit dem offiziellen Namen „UGC 2885“, der Wissenschaftler den Spitznamen „Godzilla-Galaxie“ gegeben haben, ist zweieinhalb Mal so breit wie die Milchstraße und enthält zehn Mal so viele Sterne.

Forscher haben nach eigenen Angaben eine ganze Schar von Planeten außerhalb der Milchstraße entdeckt . Den Wissenschaftlern der University of Oklahoma sei es gelungen, "Objekte in extragalaktischen Galaxien aufzuspüren", hieß es in einer Mitteilung.

Schematische Darstellung des Milchstraßensystems. Die im Licht der H-α-Linie des Wasserstoffs rot leuchtenden Bereiche in den Spiralarmen sind Sternentstehungsgebiete. Physikalische Eigenschaften. Durchmesser. 170.000–200.000 Lichtjahre.

Gäbe es auf der Erde keinen molekularen Sauerstoff, könnten wir nicht überleben. Nun haben Forscher den Stoff auch außerhalb unserer Heimatgalaxie nachgewiesen - in 560 Millionen Lichtjahren Entfernung.

  Forscher entdecken erstmals Sauerstoff außerhalb der Milchstraße © NASA/ ESA

Der Stoff liegt in der gleichen Form vor, wie in unserer Atemluft: Zum ersten Mal haben Forscher molekularen Sauersoff (O2) in einer Galaxie außerhalb der Milchstraße gefunden.

Mit Radioteleskopen in Spanien und Frankreich spürte das Team um Junzhi Wang vom Astronomischen Observatorium Shanghai O2 in der Galaxie Markarian 231 auf. Sie liegt 560 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Großer Bär und ist die nächstgelegene Galaxie mit einem Quasar. Quasare sind aktive Kerne von Galaxien. Gasteilchen kreisen hier um ein supermassereiches Schwarzes Loch und werden so heiß, dass sie leuchten. Von der Erde aus sehen die Teilchenströme aus wie helle Punkte.

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  Neue Nasen-Chamäleonarten auf Madagaskar identifiziert Forscher haben vier neue Chamäleon-Arten identifiziert. Der Gruppe der Nasenchamäleons seien zuletzt 12 Arten zugezählt worden, nun seien es 16, schreiben die Forscher aus Deutschland und Madagaskar im Fachjournal «Vertebrate Zoology». © Foto: David Prötzel/ZSM/LMU/dpa Ein Männchen der Chamäleonart Calumma radamanus in entspannter Färbung. Den Namen verdanken die Tiere einem nasenartigen Fortsatz auf der Schnauze. Chamäleons sind dafür bekannt, dass sie je nach Situation ihre Farbe wechseln können.Die Suche nach neuen Arten sei ein «Wettlauf gegen die Zeit», betonte Erstautor David Prötzel.

Manche sind klein wie der Erdmond, andere groß wie der Jupiter: Forscher haben erstmals Planeten außerhalb unserer Galaxis entdeckt . Die Sternensysteme, zu denen sie gehören, befinden sich aber alle innerhalb der Milchstraße .

Die Forscher vermuten anhand ihrer Ergebnisse, dass unter solchen Bedingungen auch die Planetenentstehung auf ähnliche Weise stattfinden könnte wie in der Milchstraße . Außerdem konnten sie ebenfalls erstmals außerhalb der Milchstraße sogenannte „junge stellare Objekte“ nachweisen.

Doch sie senden auch Wellenlängen aus, die der Mensch mit bloßen Auge nicht wahrnimmt. Solche Strahlung verriet nun den elementaren Sauerstoff in der Galaxie. Heiße Sauerstoffmoleküle in Quasaren senden Lichtwellen mit einer Wellenlänge von 2,52 Millimetern aus. Die konnten die Forscher nachweisen, berichten sie im Fachmagazin "Astrophysical Journal".

"Es ist der erste Nachweis von molekularem Sauerstoff in einem extragalaktischen Objekt", sagte Wang laut der Nachrichtenseite "ScienceNews", die zunächst über die Entdeckung berichtet hatte.

Allerdings muss der Fund noch durch weitere Signale bestätigt werden, denn der aktuelle Nachweis erfolgte im Ausschlussverfahren. Die Forscher prüften sämtliche Moleküle, die Wellenlängen im Bereich von 2,52 Millimetern aussenden und stellten fest, dass nur Sauerstoff zuvor im All nachgewiesen worden war. Demnach sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Material die Quelle war.

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  Sind wir allein im Universum? - Lauschangriff ins All Sind wir allein im Universum? Auf der Suche nach außerirdischen Zivilisationen haben Forscher nach eigenen Angaben den bislang größten Lauschangriff auf unsere Heimatgalaxie unternommen. © Foto: -/CSIRO/dpa Das Parkes-Radioteleskop in Australien. Fast zwei Petabyte an Beobachtungsdaten der Milchstraße hat die privat finanzierte Initiative «Breakthrough Listen» nun öffentlich zugänglich gemacht, wie die an der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) beteiligte Universität von Kalifornien in Berkeley berichtet.

Polarlichter haben Forscher nun erstmals auch außerhalb unseres Sonnensystems registriert. Die entstehen aber auf andere Weise als auf der Erde. US-Astronomen haben die ersten Polarlichter außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt . Die Leuchterscheinungen auf dem Himmelskörper

Und diese liegt erstmals außerhalb der Milchstraße in einer anderen Galaxie. Auch das Muster der Radiostrahlung ist bis dato neu und daher unerforscht. Insgesamt 17 FRB’s haben die Forscher bereits von der Quelle namens FRB 121102 empfangen. Es scheint ein junger Neutronenstern zu sein.

Sauerstoff ist nach Wasserstoff und Helium das dritthäufigste Element im Universum. Forscher waren lange davon ausgegangen, dass er auch in molekularer Form zwischen Sternen zu finden sein müsste. Doch außerhalb unserer Heimatgalaxy konnte es bis jetzt nie nachgewiesen werden.

"Es ist eine große Menge"

Zuvor hatten Forscher Sauerstoffmoleküle lediglich in zwei anderen Gebieten in der Milchstraße entdeckt: Im 1350 Lichtjahre entfernten Orionnebel und in der 427 Lichtjahre entfernten Rho-Ophiuchi-Wolke. Bei beiden handelt es sich um Teilchenansammlungen, in denen Sterne entstehen. Forscher gehen davon aus, dass in den Wolken elementarer Sauerstoff zu finden ist, weil neue, besonders helle Sterne auf Staubkörnern festgefrorene Wassermoleküle ablösen. Dabei könnten die darin gebundenen Sauerstoffatome (O) freiwerden und sich zu molekularem O2 verbinden.

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 Eine neue Analyse konnte im Halo der Milchstraße kein "Leuchten" der Dunklen Materie finden. © Zosia Rostomian und Nicholas Rodd / Berkeley Lab; und Christopher Dessert und Benjamin Safdi / Universit ... Wieder einmal hat sich die Suche nach Anzeichen dunkler Materie außerhalb ihres Gravitationseffekts als zilch herausgestellt - aber diesmal ist es etwas kontroverser.

Jüngster Planet Von Forschern entdeckt Zählung auf der Milchstraße Galaxis wird genauer erforscht Quiz Kennen Sie sich aus im Sonnensystem? Forscher gehen von wichtigem Fund aus Jeweils mehrere dieser kleinen Galaxien - manchmal mehr als zehn - haben sich im Laufe der Jahrmilliarden

Forscher haben erstmals Sauerstoffmoleküle bei einem Kometen nachgewiesen. Mit der europäischen Raumsonde "Rosetta" stießen sie auf molekularen Sauerstoff beim Kometen "Tschuri". Die Beobachtung von Sauerstoffmolekülen ( O 2 ) kam dagegen unerwartet, denn Kometen gelten als

Allerdings ist der O2-Gehalt in den Nebeln gering. Das häufigste Element ist, wie insgesamt im All, mit großem Abstand Wasserstoff. Auf ein O2-Molekül kommen eine Million Wasserstoffmoleküle. Auch in der Galaxie Markarian 231 ist Wasserstoff das häufigste Element. In den Randbereichen kommt Molekularer Sauerstoff aber 100 Mal häufiger vor als im Orionnebel. Das sei die größte Ansammlung molekularem Sauerstoff, die je außerhalb unseres Sonnensystems beobachtet wurde, so die Forscher.

"Es ist eine große Menge", sagte der Astrophysiker Gary Melnick vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts "ScienceNews". Er war nicht an der Studie beteiligt und verweist darauf, dass nach weiteren Spuren der Moleküle gesucht werden müsse, um die Entdeckung zu bestätigen.

Die Forscher vermuten, dass die großen O2-Mengen in der Galaxie Markarian 231 durch einen ähnlichen Prozess entstehen, wie im Orionnebel. Auch die Galaxie ist eine Sternfabrik. Sie bringt 100 Mal so schnell neue Sterne hervor wie die Milchstraße und stößt 700 Sonnenmassen Gas pro Jahr aus. Teilchen, die mit großer Geschwindigkeit aus dem Zentrum der Galaxie in die Randbereiche geschleudert werden, könnten dort ebenfalls Eis auf Staubkörnern auflösen, sodass elementarer Sauerstoff entsteht.

-Pilze, die in Tschernobyl gefunden wurden, ernähren sich von Strahlung und könnten Astronauten schützen. Die Pilze wurden erstmals 1991 in Tschernobyl gefunden, fünf Jahre nachdem .
den Kernreaktor explodiert hatte. Wissenschaftler haben jedoch erst kürzlich herausgefunden, dass seine Eigenschaften dazu beitragen können, Menschen vor Strahlung zu schützen. Die Pilze heißen Cryptococcus neoformans und sind der Wissenschaft bekannt, da sie erstmals in den 1890er Jahren beschrieben wurden. Es kann ein böser Mikroorganismus für den Menschen sein, wenn er in Menschen mit geschwächtem Immunsystem gelangt, was zu einer Infektion führt, die als Kryptokokkose bekannt ist.

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