Wissen & Technik Hackerangriffe auf Supercomputer: Auch neun deutsche Systeme betroffen

00:01  16 mai  2020
00:01  16 mai  2020 Quelle:   msn.com

ARM-basierter japanischer Supercomputer ist jetzt der schnellste der Welt

 ARM-basierter japanischer Supercomputer ist jetzt der schnellste der Welt Ein japanischer Supercomputer hat den Spitzenplatz im halbjährlichen Geschwindigkeitsranking des Top500 -Supercomputers belegt. Fugaku , ein von Riken und Fujitsu gemeinsam entwickelter Computer in Kobe, nutzt das 48-Kern-A64FX-System-on-Chip von Fujitsu. Es ist das erste Mal, dass ein Computer, der auf ARM-Prozessoren basiert, die Liste anführt. Fugaku erzielte ein Top500-HPL-Ergebnis von 415,5 Petaflops, 2,8-mal so schnell wie IBMs Summit, der nächste Konkurrent.

Zu den betroffenen Rechenzentren gehört unter anderem das Hochleistungsrechenzentrum Archer im schottischen Edinburgh. Auch der Hochleistungsrechner Hawk in Stuttgart sowie Supercomputer am Karlsruher Institut für Technologie und in Freiburg haben Vorfälle gemeldet.

Die Zugänge zu einigen der leistungsfähigsten Supercomputer Europas wurden offenbar Forschungsrechner vom Netz genommen Mindestens neun Supercomputer in Deutschland gehackt. Auf zumindest manchen der betroffenen Systeme lagen aber auch private SSH-Schlüssel.

Supercomputer am Leibniz Supercomputing Center. © LRZ Supercomputer am Leibniz Supercomputing Center.

Seit Monaten sollen mehrere Supercomputer in Europa im Visier von Hackern gewesen sein – jetzt sind sie offline. Auch neun deutsche Supercomputer sollen betroffen sein. Vieles liegt noch im Dunklen.

Mehrere Supercomputer in Europa sollen in den vergangenen Wochen und Monaten Opfer von Hackerangriffen geworden sein. Wegen Sicherheitsvorfällen sind die entsprechenden Hochleistungszentren derzeit offline. In Deutschland standen laut Informationen von Spiegel Online insgesamt neun Supercomputer unter Beschuss von Unbekannten, darunter Nemo in Freiburg, der SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München und die drei Systeme Jureca, Juwels und Judac am Jülicher Supercomputing Centre.

-ARM-Chips befinden sich im leistungsstärksten Supercomputer

-ARM-Chips befinden sich im leistungsstärksten Supercomputer der Welt Am selben Tag, an dem Apple seinen Plan für die Umstellung von auf eigenes Silizium auf Mac bekannt gab, krönte der Top500 einen ARM-basierten Build zum leistungsstärksten Supercomputer der -Welt. Die Ankündigung ist das erste Mal, dass ein System mit ARM-Prozessoren auf Platz eins der Liste debütiert. Darüber hinaus befindet sich der Supercomputer in Japan, nicht in den USA oder China, wie so viele der Systeme, die in den letzten Jahren die Liste dominiert haben. Dieses am 16.

Recherchen von BR und NDR haben ergeben, dass mindestens acht deutsche Unternehmen betroffen sind, sechs davon DAX-Konzerne. Die Reporterinnen und Reporter fanden zudem infizierte Systeme der Fluglinie Lion Air aus Indonesien und Spuren eines Angriffsversuchs auf die

Hacker-Angriff auf Hunderte deutsche Politiker (Symbolbild). Folge uns auf. Von der massenhaften Veröffentlichung sensibler Daten im Internet ist auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betroffen . In dem Datensatz tauchen unter anderem eine Faxnummer, eine E -Mailadresse und mehrere Briefe von der

„Cyber-Attacke“ auf Supercomputer

Am LRZ etwa heißt es, „wir können einen Sicherheitsvorfall bestätigen, von dem unsere Hochleistungsrechner betroffen sind. Sicherheitshalber haben wir deshalb die betroffenen Maschinen von der Außenwelt abgeschottet“. Nutzern der Hochleistungsrechner bwUniCluster 2.0 und ForHLR II in Karlsruhe teilten die Betreiber per E-Mail mit, dass es einen „schweren Sicherheitsvorfall“ gegeben habe. Von „einer Cyber-Attacke“ sprachen wiederum die Betreiber von Nemo in Freiburg.

Im Fall von Nemo gibt es zudem auch Hinweise, wie sich die Hacker Zugriff zu den Systemen verschafft haben könnten. Dort funktionierte der Angriff über einen gekaperten Nutzerzugang. Diese Zugänge sind normalerweise per SSH-Verschlüsselung gesichert. Bei Nemo soll es den Angreifern dann gelungen sein, sich Root-Privilegien zu verschaffen. Anschließend sollen weitere Zugangsdaten abgegriffen worden sein.

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 Fugaku, der schnellste Computer der Welt, erforscht die Verbreitung von Covid-19 Zum ersten Mal seit Jahren verfügt Japan über den schnellsten -Supercomputer der Welt und wird zur Erforschung der Verbreitung und Behandlung des neuartigen Coronavirus eingesetzt. © Stringer / JIJI PRESSE / AFP / Getty Images Fugaku, der schnellste Supercomputer der Welt, wird zur Erforschung der Verbreitung und Behandlung von Covid-19 eingesetzt.

Mindestens drei Höchstleistungszentren in Deutschland und Großbritannien haben derzeit mit Hackerattacken zu kämpfen. Hackerangriff auf Forschungszentren Mehrere Supercomputer in Europa kompromittiert. Mindestens drei Höchstleistungszentren in Deutschland und Großbritannien

Das System war bereits am vergangenen Montag vom Netz genommen worden, nachdem ein Sicherheitsvorfall mit den Login-Zugängen festgestellt worden war. Ähnliche Warnungen haben die Cybersicherheitsbehörden der USA und Großbritannien bereits Anfang Mai herausgegeben.

FBI beschuldigt China

Bisher ist noch nicht klar, ob und welche Daten – neben den Zugangsdaten – abgegriffen worden sein könnten. Die Untersuchungen dazu laufen noch. Derzeit heißt es, es sei unwahrscheinlich, dass Forschungsdaten gestohlen sein. Auch zur Motivation der Täter ist noch nichts bekannt. Angeblich seien sie an Forschungsdaten zum Coronavirus Sars-Cov-2 interessiert gewesen. Das FBI etwa beschuldigte China. Allerdings sollen die Angriffe etwa bei Nemo schon im Januar erfolgt sein. Auch dürften nicht alle der angegriffenen Systeme überhaupt an dem Coronavirus forschen.

Möglich sei, dass die Angreifer versucht hätten, die Rechenleistung für Cryptominer zu missbrauchen – also Kryptowährungen wie Bitcoins zu schürfen. Darüber hinaus könnten aber auch allgemeine Forschungsergebnisse interessant für die Angreifer gewesen sein. Belastbare Aussagen über Ziel oder Herkunft der Hacker sind Spiegel Online zufolge derzeit aber nicht möglich.

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 Need for Speed: Japans Supercomputer ist der schnellste Japans Fugaku-Supercomputer, der mit Unterstützung der Regierung gebaut und im Kampf gegen Coronaviren eingesetzt wird, gilt jetzt als der schnellste der Welt, teilten die Entwickler am Montag mit. © STR / JIJI PRESSE / AFP Dieses am 16. Juni 2020 aufgenommene Bild zeigt den japanischen Supercomputer Fugaku im Riken-Zentrum für Computerwissenschaften in Kobe, Präfektur Hyogo.

Die angegriffenen Systeme enthielten keine Kundendaten", erklärt der Siemens-Sprecher Felix Sparkuhle. Rund 1.000 Hackerangriffe verzeichne das Unternehmen pro Monat. Einige der betroffenen Firmen haben 2016 die Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO) gegründet, die

Ehemaliger US-Botschafter Bolton: " Hackerangriffe könnten auch False Flag der US-Regierung sein". Wir müssen alle Fakten kennen und für mich ist längst nicht klar, ob die Hackerangriffe auf Computer der Demokratischen Partei und der Republikaner nicht auch eine False-Flag-Operation

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