Wissen & Technik Lockdown, Lockdown light, Wellenbrecher, Plan C – oder doch Shutdown: Das steckt hinter den Begriffen

13:40  28 oktober  2020
13:40  28 oktober  2020 Quelle:   businessinsider.de

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Seit Monaten macht der Begriff "Lockdown" die Runde. Fiel im Frühjahr auch noch das Wort "Shutdown", gibt es jetzt neue Wortschöpfungen wie "Lockdown light" oder "Wellenbrechner-Lockdown".

Doch was ist eigentlich richtig? Business Insider erklärt es:

Lockdown: Der Begriff beschreibt laut Cambridge Dictionary im ursprünglichen Sinne eine Situation, in der Gebäude oder Gegenden nicht betreten oder verlassen werden dürfen. Laut Duden lässt sich der Begriff mit Ausgangssperre oder Abriegelung definieren.

Der Begriff wird derzeit häufig als Synonym für Einschränkung des öffentlichen Lebens benutzt, also wenn Geschäfte geschlossen werden oder die Produktion vieler Firmen eingestellt ist. Tatsächlich entspricht die Situation nicht der Definition, denn abgeriegelt oder gesperrt wird derzeit nichts.

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Sprachwissenschaftler sehen darin schlicht eine Begriffserweiterung. Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache etwa definiert "Lockdown" in diesem Zusammenhang nun als "Zeitraum, in dem fast alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten auf politische Anordnung hin stillgelegt sind (zum Beispiel zum Infektionsschutz)".

Lockdown light: Mit dem Zusatz "light" soll die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Lockdown abgeschwächt werden, um die tatsächliche Situation besser zu beschreiben.

Zudem lassen sich damit die jetzt geplanten Einschnitte besser von denen im Frühjahr abgrenzen, wo es deutlich härtere Einschnitte gab. Damals wurden Grenzen abzuriegeln, Schulen und Kitas geschlossen sowie Kultur- und Sporteinrichtungen für die Öffentlichkeit gesperrt. Die meisten Gaststätten, Läden und Dienstleister durften keine Kundschaft empfangen, Zusammenkünfte etwa in Kirchen oder Sportvereinen waren verboten.

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Wellenbrecher-Lockdown: Dabei geht es laut Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) um ein Konzept, bei dem man über zwei Wochen hinweg mit Ankündigung - in der Regel mit einer Woche Vorlauf - bundesweit Einrichtungen schließt: Restaurants, Bars, Kneipen, alle Kulturstätten, Fitnessstudios, Vereine. Offen bleiben aber Schulen, Kitas und essenzielle Geschäfte. Mit diesem Lockdown sollen Infektionswellen gebrochen werden, um Zeit zu gewinnen.

Shutdown: Definiert das Wörterbuch als Situation, in der ein Unternehmen (vorübergehend) seinen Betrieb einstellt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am 20. April erstmals öffentlich von "Shutdown": "Ich glaube, uns eint alle (...), dass es keinen erneuten allgemeinen Shutdown geben wird." In den USA wird der Begriff benutzt, um die Schließung großer Teile von Behörden zu beschreiben.

Plan C: Das ist die Idee einer privaten Initiative. Das Konzept: Jeder Bürger schränkt im Monat für eine Woche seine privaten Kontakte radikal ein. Nach drei Wochen "Normalität" folgt wieder eine Woche freiwilliger Lockdown.

lp/dpa

Lockdown in der Gastronomie © picture alliance/Kirchner Lockdown in der Gastronomie

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Nach dem Scheitern des “Lockdown light” gibt es jetzt wieder härtere Einschränkungen in Deutschland. Trotz staatlicher Hilfen für Unternehmen warnt der Handel vor “dramatischen Folgen”. © Jonas Güttler/dpa/picture alliance Provided by Deutsche Welle Corona bekämpfen, ohne der Wirtschaft so sehr zu schaden wie im Frühjahr - das war die Idee hinter dem seit Anfang November geltenden Lockdown light. Darunter litten vor allem Kulturbetriebe und die Gastronomie.

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