Wissen & Technik Hayabusa 2: Sonde mit Asteroidenproben kehrt zur Erde zurück

16:25  04 dezember  2020
16:25  04 dezember  2020 Quelle:   dw.com

Eine Weltmeisterin der Frauen wird als erste Fußballstarin, die professionell mit einem Männerclub spielt, Geschichte schreiben.

 Eine Weltmeisterin der Frauen wird als erste Fußballstarin, die professionell mit einem Männerclub spielt, Geschichte schreiben. Yuki Nagasato wird als erste Fußballstarin der Frauen Geschichte schreiben, die professionell für einen Männerclub spielt. Der Weltmeister von 2011 und NWSLs Assistent von 2019, der mit Hayabusa Eleven, der in der zweiten Liga der Präfekturliga Kanagawa spielt, unter Vertrag steht. Nagasato wird mit dem japanischen Verein spielen, der von den Chicago Red Stars ausgeliehen wurde, bis die NWSL-Vorsaison 2021 beginnt. Weitere Geschichten finden Sie auf der Insider-Homepage.

Die japanische Raumsonde Hayabusa 2 soll in der Nacht von Samstag auf Sonntag Proben des Asteroiden Ryugu auf der Erde abliefern. Die Sonde war in dem Moment rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Zwischen diesen beiden Operationen, im April 2019, schoss die

Mit wertvollen Proben an Bord Asteroiden -Jägerin Hayabusa 2 kehrt zur Erde zurück . Hayabusa - 2 war im Dezember 2014 gestartet und hatte im Juni 2018 Ryugu erreicht. Die Sonde entfernt sich aktuell aus der Schwerkraftzone des Asteroiden und soll laut JAXA in einigen Tagen

Die japanische Raumsonde Hayabusa 2 soll in der Nacht von Samstag auf Sonntag Proben des Asteroiden Ryugu auf der Erde abliefern. Vor anderthalb Jahren hatte sie Staub und Gestein in einem aufwendigen Manöver gewonnen.

Provided by Deutsche Welle © Akihiro Ikeshita/DLR Provided by Deutsche Welle

Gegen 4:30 Uhr Uhr Ortszeit am Sonntag, den 6. Oktober soll ein Behälter mit Staub und Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu auf dem Woomera Testgelände in der Wüste Südaustraliens aufsetzen. In Mitteleuropa ist es dann noch Samstag, gegen 19:00 Uhr. Etwas mehr als ein Jahr war die Sonde mit den Proben auf dem Rückweg zur Erde gewesen.

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Bald kehrt die Sonde zur Erde zurück . Asteroiden wie Ryugu könnten bei Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten gebracht haben. Ein Vorgänger-Modell von Hayabusa 2 hatte im Jahr 2010 erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht.

Die Asteroidenmission Hayabusa 2 ist ein Projekt der japanischen Weltraumagentur JAXA für einen Flug zum Asteroiden (162173) Ryugu und zurück . Die Sonde wurde 2014 gestartet und befindet sich (Stand 2020) auf dem Rückkurs zur Erde .

Bereits 13 Stunden vor der Landung der wertvollen Ladung beginnt für die Satelliten-Experten der japanischen Weltraumagentur JAXA die heiße Phase mit der Abtrennung der Landekapsel von der eigentlichen Raumsonde. Dann ist Hayabusa 2 (der "Falke 2") etwa 220.000 Kilometer von der Erde entfernt - etwas mehr als halb so weit wie der Mond.

Die hitzegeschützte Landekapsel wird an einem Bremsfallschirm auf die Erde treffen, ähnlich wie bemannte Raumkapseln - nur viel kleiner.

Mit einem © Akihiro Ikeshita/DLR Mit einem

Zwei Landungen führten zum Erfolg

Die Sammlung des Gesteins, war eine schwierige Operation:

Bereits am 22. Februar 2019 war die Sonde ein erstes mal auf dem Asteroiden gelandet und hatte dort Staub und Gestein abgesprengt, das sie bei der zweiten Landung einsammelte.

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Die japanische Raumsonde " Hayabusa 2 " hat nach erfolgreicher Mission den Asteroiden Ryugu verlassen und sich auf den Weg zurück zur Erde gemacht. Im Februar war die Sonde erstmals auf Ryugu gelandet und hatte Proben von der Oberfläche des Asteroiden gesammelt. Im Juli setzte sie

Als die japanische Raumsonde Hayabusa - 2 zum erdnahen Asteroiden Ryugu geschickt wurde, sollte sie auch seine Oberfläche erkunden – und zwar mit Hilfe der Landesonde Mascot. Diese hat interessante Bilder von der Oberfläche geliefert, die Forscher nun ausgewertet haben.

Die kam am 11. Juli 2019: Da hatte Hayabusa 2 zum zweiten mal auf dem Asteroiden Ryugu 162173 aufgesetzt. Die Sonde war in dem Moment rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Zwischen diesen beiden Operationen, im April 2019, schoss die Sonde zudem noch ein Projektil auf die Asteroidenoberfläche, um einen Krater zu erzeugen und noch mehr Staub freizulegen. Nachdem die Sonde dann ihre Proben erfolgreich eingesammelt hatte, blieb sie noch bis zum 13. November in der Nähe des Asteroiden vermaß ihn und sammelte weitere Daten mit seinen Fernerkundungsinstrumenten. Erst dann machte sie sich auf den Rückflug zur Erde, weil die Konstellation der Umlaufbahnen günstig war.

Die Bestandteile - ein Orbiter und ein Lander - schienen der Reise von Rosetta und Philae zum Kometen Tschuri (2004-2016) zu ähneln, aber nur auf den ersten Blick. Denn anders als die Raumsonde Rosetta bringt Hayabusa 2 ja eine Kapsel mit Gesteinsproben zurück zur Erde.

Mehr dazu: Kommentar: Rosetta war Rock'n Roll

Erst 2020 kommt Hayabusa2 wieder zur Erde zurück und bringt den Asteroidenstaub mit. © DLR CC-BY3.0 Erst 2020 kommt Hayabusa2 wieder zur Erde zurück und bringt den Asteroidenstaub mit.

Geringe Anziehungskraft als Herausforderung

Eine große Herausforderung für die Mission war die minimale Anziehungskraft des Asteroiden. Die Landemanöver mussten vorsichtig eingeleitet werden. Denn es bestand die Gefahr, dass die Sonde von der Oberfläche abprallt und unkontrolliert herumpurzelt.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Japanischen Weltraumagentur JAXA Asteroidenstaub zur Erde bringt. Erstmals war das 2010 mit der Sonde Hayabusa gelungen.

Eine lange Anreise

Mehr als sechs Jahre, ganz genau seit dem 3. Dezember 2014, war Hayabusa 2 insgesamt unterwegs. Am 27. Juni 2018 hatte die Sonde den Asteroiden erreicht, der den Namen eines mystischen, japanischen Unterwasserschlosses trägt: Ryugu.

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MASCOT sieht aus wie eine Mikrowelle, hat aber einen Arm, um sich abzustoßen. © DLR CC-BY3.0 MASCOT sieht aus wie eine Mikrowelle, hat aber einen Arm, um sich abzustoßen.

Asteroiden sind, wie Kometen, ursprüngliche Himmelskörper. Sie erlauben uns einen Blick zurück in die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems vor mehr als vier Milliarden Jahren. Das macht sie interessant für Forscher. Asteroiden sind aber auch im Fokus, weil sie eine potentielle Bedrohung für uns sind.

Ryugus Flugbahn ist zwar für die nächsten Jahrhunderte weit von der Erde entfernt, aber ähnliche erdnahe Asteroiden könnten der Erde eines Tages durchaus gefährlich werden. Deshalb wollen die Planetenforscher so viel wie möglich über diese Typen von Himmelskörpern erfahren.

Ein deutsch-japanisch-französischer Lander

Und noch etwas unterscheidet Hayabusa 2 von Rosetta und Philae: Die japanische Sonde brachte nicht nur einen Lander mit, sondern gleich vier.

Neben Mascot hatte die Sonde zwei Minerva II Mini-Landeroboter bereits am 22. September 2018 abgesetzt. Am 3. Oktober hatte die japanische Raumsonde dann das deutsch-französische Messgerät "Mascot" erfolgreich abgeworfen.

Das kleine Gerät, das etwa so groß ist wie eine Mikrowelle, landete planmäßig wenige Minuten nach der Trennung von der Sonde "Hayabusa 2" auf dem Himmelskörper. Dort hat das Landegerät Messungen vorgenommen, mit deren Daten Forscher den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen wollen. "Mascot" war in Richtung Asteroid "geschubst" worden, schrieb das DLR damals auf Twitter.

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Die Landung war dann ein voller Erfolg.

Landegerät stammt aus Deutschland und Frankreich

Mascot ist 9,6 Kilogramm schwer. Der Lander "Mobile Asteroid Surface Scout" (MASCOT), gebaut vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES war mit einem Schwungarm ausgestattet.

Der erlaubte es ihm, auf der Asteroidenoberfläche zu hüpfen und so seine Position zu verbessern und zu verändern, falls er ungünstig fällt. Er verfügte unter anderem über eine Kamera, ein Radiometer, ein Spektralmikroskop und ein Magnetometer.

Drei Jahre war Hayabusa 2 unterwegs zum Asteroiden Ryugu © DLR CC-BY3.0 Drei Jahre war Hayabusa 2 unterwegs zum Asteroiden Ryugu

Der Einsatz von Mascot dauerte nur wenige Stunden, allerdings unter extremen Witterungsbedingungen. Vor Ort herrschen Temperaturen von minus 47 bis 63 Grad Celsius. Danach blieb der Lander auf dem Asteroiden zurück.

Hayabusa2 verfügt dazu über ein Infrarotspektrometer, das den Mineral- und Wassergehalt messen kann sowie über eine Wärmebildkamera, die die Temperatur und die Wärmeträgheit des Asteroiden erforschen soll.

Derzeit erforscht zudem die NASA-Sonde Osiris-REx den Asteroiden 101955 Bennu, auch bekannt als 1999RQ. Auch sie hat Bodenproben genommen, die sie voraussichtlich 2023 zur Erde zurückbringt. Bennu ist gefährlicher als Ryugu. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die Erde im letzten Viertel des 22. Jahrhunderts trifft, iegt immerhin bei 1:2700.

Dieser Artikel wurde am 4. Dezember aus Anlass der Rückkehr von Hayabusa 2 aktualisiert.

Autor: Fabian Schmidt

Japan hat mehr als erwartet von seiner Asteroidensonde erhalten .
© Bereitgestellt von BGR Asteroidenproben Japan enthüllte mehr Informationen darüber, was genau seine Hayabusa2-Asteroidensonde während seiner Mission erfasst und kürzlich auf die Erde gebracht hat. Die Raumfahrtbehörde des Landes, JAXA, gab an, mehr Material als erhofft zu haben, und bot neue Bilder an, die mehr von der Asteroidenprobe zeigen, die während der Mission gesammelt wurde.

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