Wissen & Technik Das ist das Startup, das Gorillas und Wolt mit E-Bikes versorgt

08:57  25 märz  2021
08:57  25 märz  2021 Quelle:   businessinsider.de

COVID-Ausbruch bei Geburtstagsfeier für Haustierkatze führt zu 15 Infektionen

 COVID-Ausbruch bei Geburtstagsfeier für Haustierkatze führt zu 15 Infektionen Eine Geburtstagsfeier für eine Katze hat einen COVID -Ausbruch ausgelöst, nachdem sich alle Gäste mit dem tödlichen Virus infiziert hatten. © Charles Eshelman / Getty Eine Katze nimmt an einer Geburtstagsfeier im Algonquin Hotel in New York City teil, als 15 Personen in einer kleinen chilenischen Stadt an Coronavirus erkrankten, nachdem sie an einer Geburtstagsfeier teilgenommen hatten, die für eine Katze veranstaltet wurde.

Die Gorillas-Kuriere fahren damit, die Mjam-Lieferanten und die Wolt-Fahrer. Sie mieten E-Bikes von Gethenry, einem Berliner Startup, das von zwei Cousins aus Österreich gegründet wurde. Luis Orsini-Rosenberg hat einige Monate bei Team Europe gelernt und drei Jahre im Marketing von Uber gearbeitet. Nikodemus Seilern war im Marketing bei einem Rocket-Venture angestellt und danach bei der Bikesharing-Software Noa. Im Sommer 2018 gründeten die beiden Gethenry.

„Hunderte Fahrräder“ von Gethenry seien gerade auf den Straßen in Berlin, München und Wien unterwegs, so Orsini-Rosenberg im Gespräch mit Gründerszene. Bis Ende des Jahres sollen es einige Tausend sein. Seitdem das Startup seinen Kundenfokus vor einem halben Jahr geändert hat, sei der Umsatz um 3.000 Prozent gewachsen, sagt der Mitgründer. „Das hat uns selbst überrascht.“

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„Die Nachfrage hat uns unter Druck gesetzt“

Grund für den Pivot war die Corona-Pandemie. Anfang 2019 hat Gethenry E-Tretroller auf die Straßen gebracht und diese an Hotels vermietet. Die haben die Scooter wiederum ihren Gästen zur Verfügung gestellt. Das Gründerduo hat mit Ketten wie Kempinski und dem Wiener Luxushotel Sacher zusammengearbeitet. Knapp 300 Kickscooter waren bis zu Beginn der Pandemie im Umlauf. Mit dem Wegbruch des Tourismus sei der Umsatz im März plötzlich auf null Euro eingestürzt, erzählt Orsini-Rosenberg. „Das einzige, was sich damals noch auf den Straßen bewegte, waren medizinisches Personal und Lieferdienste.“ Also entschieden sich die Cousins für einen Kurswechsel, belieferten im Sommer Österreicher Kurierfahrer mit elektrisch betriebenen Fahrrädern und bekamen einen Kontakt zum damals jungen Gorillas.

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Gethenry hat die ersten E-Bikes für den Berliner 10-Minuten-Lieferdienst gestellt. „Aus fünf wurden schnell 70 Räder und die Nachfrage hat uns ganz schön unter Druck gesetzt“, so der Ex-Uber-Mitarbeiter. Die Fahrräder kauft das Startup aktuell bei vier Herstellern ein, anfangs haben die Cousins die Bestellungen noch mit Eigenkapital finanziert. Weil das Geld schnell ausging, musste das Duo auf Fremdkapital umschwenken. Für den Geschäftsbetrieb bekam Gethenry knapp eine Million Euro von Axel Springer und Porsche im gemeinsamen APX-Accelerator, Techstars sowie dem Energieanbieter Innoenergy und Business Angels.

Die Lieferdienste zahlen dem Startup monatlich etwa 100 Euro pro Fahrrad oder mehr, das hängt von der Laufzeit ab. Etwa 150 Kilometer können die Angestellten fahren. Die Freelancer des Österreicher Lieferportals Mjam müssen selbst für die Bikes zahlen, da beträgt der Preis 79 Euro. Gethenry färbt und gestaltet die Rahmen nach den Designwünschen der jeweiligen Unternehmen.

Das ist das Startup, das Gorillas und Wolt mit E-Bikes versorgt

  Das ist das Startup, das Gorillas und Wolt mit E-Bikes versorgt In der Corona-Pandemie hat das Berliner Startup Gethenry seinen Fokus verändert und wird nun von Anfragen überrannt.„Hunderte Fahrräder“ von Gethenry seien gerade auf den Straßen in Berlin, München und Wien unterwegs, so Orsini-Rosenberg im Gespräch mit Gründerszene. Bis Ende des Jahres sollen es einige Tausend sein. Seitdem das Startup seinen Kundenfokus vor einem halben Jahr geändert hat, sei der Umsatz um 3.000 Prozent gewachsen, sagt der Mitgründer. „Das hat uns selbst überrascht.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Gethenry-Kooperation“, sagt etwa ein Wolt-Sprecher auf Gründerszene-Anfrage. Wie viele Fahrräder die finnische Firma von dem Berliner Startup bezieht, will er nicht sagen. Wolt prüfe aber gerade eine Partnerschaft mit anderen Unternehmen. So auch Lieferando. Der Essenslieferdienst testet die Gethenry-Räder nur in Wien, heißt es vom Unternehmen. Für etwa die Hälfte der rund 5.000 Fahrer in Deutschland stellt die Takeaway-Tochter ein Fahrrad bereit. Lieferando bezieht seine Fahrzeuge daher von mehreren Dienstleistern.

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Die Nachfrage ist hoch, die neue Generation der Lieferdienste expandiert schnell, braucht fast wöchentlich neue E-Bikes. So schnell kann Gethenry aber eine derartige Menge nicht liefern. Gerade jetzt, wo die Lieferketten aufgrund der Corona-Krise und der Einschränkungen viel länger sind als üblich. Daher behelfen sich Dienstleister wie Gorillas auch anderen Anbietern.

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Hunderte Spwafiets-Räder für Lieferdienste

Der Online-Supermarkt setzt vor allem auf die Produkte von Swapfiets, sowohl mit als auch ohne elektrischem Antrieb. Anders als die Gethenry-Räder sind diese aber nicht mit dem Logo der Kunden versehen. Laut Swapfiets stellt das niederländische Unternehmen Gorillas „einige Hundert“ Bikes. Auch Lieferando und Wolt nutzen die Fahrräder von Swapfiets. Für die E-Bikes zahlen Firmenkunden zwischen 100 und 120 Euro im Monat inklusive Schnellladegerät, so Deutschlandchef André Illmer. Der Preis sei abhängig davon, ob sich beispielsweise mehrere Kuriere ein Rad teilen oder nicht. Laut Website kostet Privatkunden das E-Bike nur 75 Euro pro Monat, die Wartezeit beträgt aber auch etwa einen Monat.

Für E-Bike-Vermieter wie Gethenry und Swapfiets ist der Boom im Liefergeschäft lukrativ. Die Kuriere sind ganzjährig unterwegs und sichern daher einen regelmäßigen Umsatz. Da vor allem die neuen Online-Supermärkte rasant wachsen, wird auch die Nachfrage nach Sharing-Fahrrädern nicht abflachen.

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Gorillas_Bike © Gorillas Gorillas_Bike

Flexibles Laden und mehr Reichweite: Vanmoof kündigt Powerbank für E-Bikes S3 und X3 an .
Vanmoof hat für seine aktuellen Pedelec-Modelle S3 und X3 eine Powerbank angekündigt. Damit soll das Problem der fest verbauten Batterie überbrückt werden. Zudem dient das Akkupack zugleich als eine Art Range-Extender. © Produktbild: Vanmoof Vanmoof Powerbank im X3. Vanmoof hat auf die Kritik der nicht herausnehmbaren Batterie seiner Pedelecs S3 (Test) und X3 reagiert. Anstelle neue E-Bikes mit einer solchen Funktion zu präsentieren, liefert der niederländische Fahrradhersteller mit der Powerbank eine Alternative zum Nachrüsten. 1/15 BILDERN © t3n Vanmoof Powerbank.

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