Wissen & TechnikÖkosystem: So rotten Windkraftanlagen die Raubvögel aus

17:36  09 november  2018
17:36  09 november  2018 Quelle:   stern.de

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Veränderungen des Ökosystems . Diese Störung betrifft aber nicht allein die Raubvögel . Die Windanlagen "fressen" zwar die Raubvögel , doch übernehmen sie nicht deren weitere Rollen in den Diesen Inhalt per E-Mail versenden. Ökosystem . So rotten Windkraftanlagen die Raubvögel aus .

Als Raubvögel (Rapaces, Raptatores) bezeichnete man in historischen Systematiken eine Ordnung der Vögel, die sich aus den heutigen Ordnungen der Falkenartigen (Falconiformes), Greifvögel (Accipitriformes) und Eulen (Strigiformes) zusammensetzte.

Ökosystem: So rotten Windkraftanlagen die Raubvögel aus © Getty Images/Zhongguo Die Auswirkungen von Windparks auf die Ökosysteme kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden (Symbolfoto)

Offenbar sind Windkraftanlagen tatsächlich wahre Vogel-Killer. Eine Studie aus dem  Westghats-Gebirge in Indien zeigt, wie drei Viertel alle Raubvögel von den Rotoren eliminiert wurden. Dadurch geriet dort das gesamte Ökosystem durcheinander.

In jedem Ökosystem gibt es ein Raubtier, welches an der Spitze der Nahrungskette steht und sich von den schwächeren Lebewesen ernährt. In besiedelten Gegenden wurden die großen Raubtiere wie Wölfe oder Bären vom Menschen meist ausgerottet. Was Vögel angeht, übernehmen nun vom Menschen geschaffene Windparkanlagen die Rolle des Raubtiers. Das haben Wissenschaftler herausgefunden. Ihre Studie wurde in "Nature Ecology & Evolution" veröffentlicht.

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Die Angebotslage kleiner Windkraftanlagen ist unübersichtlich. Weltweit gibt es über 300 Hersteller von Kleinwindrädern für die dezentrale Energieversorgung. Was fehlt ist ein weit verbreitetes Qualitätslabel, welches die Auswahl einer kleinen Windenergieanlage erleichtern würde.

Ökosystem ist ein Fachbegriff der ökologischen Wissenschaften. Ein Ökosystem besteht aus einer Lebensgemeinschaft von Organismen mehrerer Arten (Biozönose) und ihrer unbelebten Umwelt, die als Lebensraum, Habitat oder Biotop bezeichnet wird.


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Windkraft ist eine saubere Energie, die zumindest auf den ersten Blick nur geringe schädliche Folgen für die Umwelt hat. Der "hässliche" Anblick der hohen Anlagen zur Energiegewinnung ist ein Problem feinsinniger Betrachter, schädigt das Ökosystem aber nicht. Auch Lärmentwicklung und die Frequenz des Licht- und Schatteneinwurfs gelten in Deutschland als ein Problem, dass vor allem die Anwohner mit diesen Anlagen haben, aber nicht die Natur.

Zuerst verschwinden die  Raubvögel

Für ihre Studie untersuchte ein internationales Team von Wissenschaftlern die Auswirkungen von Windkraftanlagen in den Westghats. Das ist ein indischer Gebirgszug, der als ein globalen "Hotspot" der Biodiversität gilt.

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Schon lange ist bekannt, dass Windkraftanlagen eine Gefahr für Vögel darstellen. Ein typischer Windpark kann jedes Jahr Tausende von Vögeln töten, darunter Raubvögel wie Falken und Adler. Der Tod der Raubvögel ist das eigentliche Problem, da durch ihn das gesamte Ökosystem in Unruhe kommt. In Indien mussten die Forscher feststellen, dass in den Gebieten des Gebirgsplateaus in denen Windanlagen installiert wurden, kaum noch Raubvögel vorhanden sind. Sie fanden nur noch ein Viertel des üblichen Bestandes. Der Rest wurde ihrer Ansicht nach durch die Anlagen getötet oder aus dem angestammten Lebensraum vertrieben. Ob dieser Prozess zu einem noch stärkeren Rückgang der Raubvögel führen wird oder ob sich die Population auf diesem Level stabilisiert, ist derzeit nicht bekannt.

Veränderungen des Ökosystems

Diese Störung betrifft aber nicht allein die Raubvögel. Die Windanlagen "fressen" zwar die Raubvögel, doch übernehmen sie nicht deren weitere Rollen in den Westghats. In der Folge vermehrten sich die Beutetiere der Raubvögel enorm. Weil Tiere wie die Fächereidechsen nun keine natürlichen Feinde mehr besitzen, änderte sich ihr gesamtes Verhalten. War es bisher davon bestimmt, Schutz vor Raubvögeln zu suchen, wurden die Echsen zusehends unbekümmerter und unvorsichtiger. "Was für uns bemerkenswert war, waren die subtilen Veränderungen im Verhalten, in der Morphologie und in der Physiologie dieser Eidechsen", erklärt Maria Thaker, Assistenzprofessorin am Indian Institute of Science's Centre for Ecological Sciences und Leiterin der Studie.

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Andererseits warnen Experten aber auch, dass der Umbau auf erneuerbare Energieträger - wie Solarzellen oder Windkraftanlagen - viel zu langsam geht. So fehle oft das politische Interesse und die fossilen Energieträger seien einfach noch zu billig.

Windkraftanlagen sind heute mit Abstand die wichtigste Form der Nutzung der Windenergie. Im Bestreben nach immer niedrigeren Stromgestehungskosten wurden die Windkraftanlagen im Laufe der Entwicklung sukzessive größer.[9] Die mittlere Nennleistung der in Deutschland neu installierten

Die Tiere fliehen selbst vor Menschen nicht mehr. Die vielen Eidechsen entwickelten wiederum einen gesteigerten Appetit auf ihre eigenen Beutetiere, das führte zu einer dramatischen Veränderung des Ökosystems.

Mensch oder Natur - wer trägt die Folgen?

Thaker fordert, die Umweltauswirkungen der lebenswichtigen grünen Energiequelle stärker zu berücksichtigen. Bekannt ist, dass Windparks das Wanderverhalten von Vögeln stören und zu überdurchschnittlichen Sterblichkeitsraten führen. "Es hat Jahrzehnte gedauert, bis wir feststellten, dass Windkraftanlagen Tiere, die fliegen, negativ beeinflussen", sagte Thaker.

Sie plädiert dafür, diese Anlagen nicht in unberührten und weitgehend menschleeren Zonen aufzustellen, sondern an Orten "die bereits in irgendeiner Weise gestört sind - zum Beispiel an Gebäude." Aber genau dort hat die Windenergie ein starkes Akzeptanzproblem, weil dann die Anwohner unter den Anlagen leiden.

Quelle: Nature Ecology & Evolution 2018, "Wind farms have cascading impacts on ecosystems across trophic levels"

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Vorteile von Windkraftanlagen . Vergleicht man Windkraftanlagen mit anderen Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien, so stellt man schnell fest, dass Windkraft nur sehr wenig Platz benötigt. Dadurch können sich die Investitionskosten genauso recht zügig amortisieren.

(2) Ökosysteme sind dynamisch Ökosysteme können sich durch Einflüsse von Innen und Außen verändern. (3) Ökosysteme sind komplex Biotische und abiotische Faktoren stehen in permanenter Wechselwirkung zueinander und sorgen für ein komplexes Geflecht zwischen Lebewesen und Umwelt.

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